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Umweltbelastung in Arztpraxen
Ausstattung und Umweltbedingungen von Arztpraxen - worauf Sie als Arzt beim Umzug in eine neue Praxis bzw. beim Aus- oder Umbau von Praxisräumen achten sollten.
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Gesundheitliche Probleme bei medizinischem Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern nehmen stetig zu. Ein Grund dürfte steigendes Patientenaufkommen, vorgegebene Budgetverantwortung und daraus resultierend einach zunehmender Stress sein.
Eine genaue Betrachtung auch weiterer Faktoren wie Umweltbelastung durch Chemikalien und andere rämliche Gegebenheiten in Arztpraxen sollten aber ebenfalls berücksichtigt werden.
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Eine Zunahme von Allergien und Sensibilitäten gegenüber Praxis- und Klinikchemikalien, wie Desinfektionsmitteln und Latex sind dabei ein Faktor.
Neurologischer Krankheitsbilder (MS, Neuropathien, Myopathien, ALS, tox. Enzephalopathie, etc.), sowie Chemikaliensensibiltät und Immunschäden können bis zur Berufsunfähigkeit von qualifizierten Medizinern und medizinischem Personal führen.
Auch bei Patienten - insbesondere solchen, die bereits vorbelastet sind, bzw. deren Immunsystem bereits angegriffen ist - können unter Umweltbelastungen in der Arztpraxis oder Klinik leiden.
Eine umweltbiologische Berücksichtigung der Ausstattung von Arztpraxen und Klinikrämen sollte gegeben sein.
Eine Umweltarztpraxis oder Umweltklinik sollte grundsätzlich in einem baubiologisch relativ gesunden Gebäude untergebracht sein.
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| Zu vermeiden sind: |
- Gebäude mit Holzdecken (Lindan, PCP, Dioxin, Dichlorfluanid)
- Holzvertäfelungen (Lindan, PCP, Dioxin, Dichlorfluanid)
- Gebäude in Stahlbetonbauweise aus den 70er Jahren (PCB, Kontamination aus den Dichtungsmassen)
- Häuser mit zentralem Müllschlucker (meist regelmässige Schädlingsbekämpfungseinsätze, Schimmelpilzkontamination)
- Gebäude, die gleichzeitig andere chemikalienfreisetzende Branchen beherbergen bzw. diese als unmittelbare Nachbarn haben. Dies sind z.B.
- chemische Reinigungen (fettlösliche chem. Lösemittel, etc.)
- Supermärkte (Schädlingsbekämpfung)
- Friseur (Lösemittel)
- Schuster (Lösemittel, Kleber)
- Restaurants (Schädlingsbekämpfung)
- Tiefgaragen (Benzol)
- Tankstellen
- Industriebetriebe
- Übernahme von räumlichkeiten herkömmlicher Kliniken oder Sanatorien sind ebenfalls mit Vorsicht zu bewerten
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Bei Neubau, bzw. Aus- oder Umbau von Praxisräumen ist insbesondere auf die zu verwendenden Baustoffe zu achten.
| Materialien, die vermieden werden sollten: |
- Holzdecken, Holzvertäfelungen (Terpene, häufig HSM, Kontaminierung durch die hohe Absorptionsfähigkeit des Baustoffes leicht möglich)
- Teppichboden, beheimatet Bakterien, Schimmelpilze, etc. Emittent von hunderten von Chemikalien, unhygienisch, hohe Staubbelastung
- Geschäumte Tapeten (belastet durch Phthalate, Formaldehyd, etc.)
- Rauhfaser (häufig belastet mit Fungiziden und Altinsektiziden)
- Antiflammschutzfarben und chemiehaltige Antischimmelfarben
- Laminat
- Biofarben mit Citrusterpenen, Harzen oder Leinöl (hoch sensibilisierend, in den USA wurden die Produkte einiger Biofarbenhersteller vom Markt genommen, da Citrusterpene dort unter Insektiziden als toxische Substanzen einklassifiziert sind)
- Schnell trocknender Estrich
- Rohrverbindungen mit Klebstoff, etc. statt dessen mechanische Verbindungung aus galvanisiertem Metall verwenden
- Acrylglass (toxische Ausgasungen)
- Weichhölzer (Terpenbelastung)
- Gasheizungen (ggf. Therme besser ausserhalb plazieren)
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Der Innenausbau einer Arztpraxis sollte mit Materialien erfolgen, die geringes Ausgasungspotential besitzen. Harte Oberflächen sind generell zu bevorzugen.
FR, 13.11.2005
Quellen und weitere Informationen:
Umweltbedingungen in der Arztpraxis des 21. Jhr. -Gesünder für Arzt und Patient, Silvia K. Müller - CSN
Environmental Health Center Dallas The Environmental Health Center-Dallas, Texas medically tests and treats human health problems including sensitivities to pollens, molds, dust, foods, chemicals, air (indoor/outdoor), water, electrical (electromagnetic- EMF) sensitivity and many more health problems as they relate to our environment.
Bundesministerium für Gesundheit und soziale Sicherung: Qualitätsmanagement in Arztpraxen
Bundesärztekammer: Qualitätsmanagement in Arztpraxen
Qualitätsmanagement in der Medizin
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