ICD-10 - Diagnose INFEKTION

ICD-10

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ICD10 Code Infektion

Diagnose: Infektion
ICD10-Code: B99

Der ICD10 ist eine internationale Klassifikation von Diagnosen. ICD10SGBV (die deutsche Fassung) wird in Deutschland als Schlüssel zur Angabe von Diagnosen, vor allem zur Abrechnung mit den Krankenkassen, verwendet. Der ICD10 Code für die Diagnose "Infektion" lautet "B99".

B99 ICD-10-GM Version 2008

B99 Infektion (ICD-10-GM):
Akute Infektion
Banaler Infekt
Fieberhafte Infektion
Fieberhafter Infekt
Hochfieberhafte Infektion
Hochfieberhafter Infekt
Infekt - s.a. Infektion
Infekt ohne Fieber
Infektion
Infektionskrankheit
Infektiöse Krankheit a.n.k.
Infektiöses Fieber a.n.k.
Infektiöses Granulom a.n.k.
Langzeitinfekt
Langzeitinfektion
Opportunistische Infektion
Rezidivierende Infektion
Rezidivierender Infekt
Seltene Infektion
Unklarer hochfieberhafter Infekt
Unklarer Infekt
Übertragbare Krankheit a.n.k.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Medizin
"Die Medizin bzw. Humanmedizin (v. lat.: ars medicina Heilkunde) befasst sich mit der Erkennung (Diagnostik), Vorbeugung (Prophylaxe) und Behandlung (Therapie) körperlicher und seelischer Erkrankungen des Menschen. Medizin bezeichnet also sowohl die Wissenschaft von den menschlichen Krankheiten als auch deren praktische Anwendung. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden auch Medikamente als ""Medizin"" bezeichnet.

Zum Bereich der Medizin gehört auch die Veterinärmedizin (Tierheilkunde) und die Phytomedizin (Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten). In diesem umfassenden Sinn ist Medizin die Wissenschaft vom gesunden und kranken Lebewesen.

Gebiete, Facharzt(FA)- und Schwerpunktkompetenzen(SP)

Hiermit lassen sich übersichtlich die Aufteilung in verschiedene Gebiete erkennen und die möglichen fachlichen und inhaltlichen Differenzierungen bei den Ärzten innerhalb eines Fachbereiches.
  • Medizin Gebiet Anästhesiologie
  • Medizin Gebiet Anatomie
  • Medizin Gebiet Arbeitsmedizin
  • Medizin Gebiet Augenheilkunde
  • Medizin Gebiet Biochemie
  • Medizin Gebiet Chirurgie
  • Facharzt Allgemeine Chirurgie
  • Facharzt Gefäßchirurgie
  • Facharzt Herzchirurgie
  • Facharzt Kinderchirurgie
  • Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Facharzt Plastische Chirurgie
  • Facharzt Thoraxchirurgie
  • Facharzt Visceralchirurgie
  • Medizin Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe
  • Medizin SP Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
  • Medizin SP Gynäkologische Onkologie
  • Medizin SP Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin
  • Medizin Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Facharzt Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Facharzt Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen
  • Medizin Gebiet Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Medizin Gebiet Humangenetik
  • MedizinGebiet Hygiene und Umweltmedizin
  • Medizin Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin
  • Facharzt Innere und Allgemeinmedizin (Hausarzt)
  • Facharzt Innere Medizin und SP Angiologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Endokrinologie und Diabetologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Gastroenterologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Hämatologie und Onkologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Kardiologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Nephrologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Pneumologie
  • Facharzt Innere Medizin und SP Rheumatologie
  • Medizin Gebiet Kinder- und Jugendmedizin
  • Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und -Onkologie
  • Schwerpunkt Kinder-Kardiologie
  • Schwerpunkt Neonatologie
  • Schwerpunkt Neuropädiatrie
  • Medizin Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
  • Medizin Gebiet Laboratoriumsmedizin
  • Medizin Gebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie
  • Medizin Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  • Medizin Gebiet Neurochirurgie
  • Medizin Gebiet Neurologie
  • Medizin Gebiet Nuklearmedizin
  • Medizin Gebiet Öffentliches Gesundheitswesen
  • Medizin Gebiet Pathologie
  • Facharzt Neuropathologie
  • Facharzt Pathologie
  • Medizin Gebiet Pharmakologie
  • Facharzt Klinische Pharmakologie
  • Schwerpunkt Pharmakologie und Toxikologie
  • Medizin Gebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin
  • Medizin Gebiet Physiologie
  • Medizin Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie
  • Forensische Psychiatrie
  • Medizin Gebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Medizin Gebiet Radiologie
  • Schwerpunkt Kinderradiologie
  • Schwerpunkt Neuroradiologie
  • Medizin Gebiet Rechtsmedizin
  • Medizin Gebiet Strahlentherapie
  • Medizin Gebiet Transfusionsmedizin
  • Medizin Gebiet Urologie


Zusatz-Weiterbildungen
  • Akupunktur
  • Allergologie
  • Andrologie
  • Betriebsmedizin
  • Dermatohistologie
  • Diabetologie
  • Flugmedizin
  • Geriatrie
  • Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie
  • Hämostaseologie
  • Handchirurgie
  • Homöopathie
  • Infektiologie
  • Intensivmedizin
  • Kinder-Endokrinologie und -Diabetologie
  • Kinder-Gastroenterologie
  • Kinder-Nephrologie
  • Kinder-Orthopädie
  • Kinder-Pneumologie
  • Kinder-Rheumatologie
  • Labordiagnostik - fachgebunden
  • Magnetresonanztomographie - fachgebunden
  • Manuelle Medizin / Chirotherapie
  • Medikamentöse Tumortherapie
  • Medizinische Informatik
  • Naturheilverfahren
  • Notfallmedizin
  • Orthopädische Rheumatologie
  • Palliativmedizin
  • Phlebologie
  • Physikalische Therapie und Balneologie
  • Plastische Operationen
  • Proktologie
  • Psychoanalyse
  • Psychotherapie - fachgebunden
  • Rehabilitationswesen
  • Röntgendiagnostik - fachgebunden
  • Schlafmedizin
  • Sozialmedizin
  • Spezielle Orthopädische Chirurgie
  • Spezielle Schmerztherapie
  • Spezielle Unfallchirurgie
  • Sportmedizin
  • Tropenmedizin
"

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Medikament
"Ein Medikament (lat.: medicamentum, Heilmittel) ist ein Arzneimittel, das in bestimmter Dosierung zur Heilung, Vorbeugung oder Diagnose einer Krankheit dient. Als Medikamente dienen seit alters her bestimmte Pflanzen und Pflanzenteile und tierische Substanzen, in neuerer Zeit jedoch vor allem synthetische Präparate. Wissenschaften von den Medikamenten sind Pharmazie und Pharmakologie.

Rechtliches
Medikamente müssen in Deutschland, bevor sie auf dem Markt gebracht werden vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen worden sein. Medikamente können in Deutschland nach ihrer Erhältlichkeit in vier Gruppen eingeteilt werden: 1. freiverkäufliche (dürfen auch außerhalb von Apotheken verkauft werden) 2. apothekenpflichtige (dürfen nur in Apotheken abgegeben werden) 3. verschreibungspflichtige (sind nur in Apotheken gegen Vorlage einer ärztlichen Verschreibung erhältlich) 4. Betäubungsmittel, verkehrsfähige (sind nur in Apotheken gegen Vorlage eines Betäubungsmittelrezeptes erhältlich). Jedes Fertigarzneimittel erhält in Deutschland einen eindeutigen 7-stelligen Schlüssel, die so genannte Pharmazentralnummer (PZN). Die PZN wird von der IFA GmbH (Frankfurt)auf Antrag des Herstellers vergeben und muss nach SGB V auf die äußere Umhüllung aufgedruckt sein. Mit Stand Januar 2004 sind ca. 340.000 PZN vergeben. Bei der Abrechnung der Arzneimittel mit den Krankenkassen durch die Apothekenrechenzentren werden die PZN als Schlüssel genutzt, dazu müssen sie auf die Rezepte von den Apotheken aufgedruckt werden. Weiterhin findet die PZN für die Bestellungen zwischen Großhändlern und Apotheken Verwendung. Die im Krankenhausbereich häufig genutzte EAN 128 konnte sich bislang nicht in Deutschland durchsetzten.

Wirkstoffe
Ein Medikament besteht aus chemischen Wirkstoffen und den wirkneutralen Hilfsstoffen, die eine Hilfsfunktion für die Bereitstellung des Wirkstoffes erfüllen (Beispiel: Zäpfchengrundmasse Hartfett, in der der Wirkstoff verteilt ist). Ein Medikament kann einen Wirkstoff oder mehrere Wirkstoffe enthalten. Ein Wirkstoff kann synthetisch (chemisch oder gentechnisch) hergestellt werden oder auch aus Pflanzen, Tieren, menschlichen Gewebeteilen isoliert oder extrahiert werden.

WirkprinzipienNeben der erwünschten Wirkung (siehe Wirksamkeit) können auch unerwünschte Nebenwirkungen nach Einnahme oder Gabe eines Medikaments auftreten. Diese treten in unterschiedlicher Häufigkeit und Schwere auf und sind im Beipackzettel vollständig aufzuführen. Unter Wechselwirkungen versteht man die gegenseitige Beeinflussung von Medikamenten bei gleichzeitiger Gabe. Es kann sowohl zu einer Wirkungsabschwächung wie zu einer Verstärkung kommen.

Wirtschaftliche Bedeutung / Medikamentenmarkt
Die Entwicklung eines neuen Medikamentes ist kapitalintensiv und zeitraubend, da umfangreiche Wirksamkeits- und Verträglichkeitsprüfungen durchgeführt werden müssen, bis ein neues Medikament auf dem Markt zugelassen wird. Der forschenden Firma, welches das Medikament entwickelt hat, wird daher ein zeitliches Monopol zur ausschließlichen Nutzung des Medikaments gewährt. Nach Ablauf dieser Zeit dürfen andere Firmen (so genannte Nachahmer) eigene Präparate (so genannte Generika) mit dem gleichen Wirkstoff auf den Markt bringen. Dies führt gewöhnlich zu einem starken Preisrückgang des Präparates. Von den zigtausenden Medikamenten in deutschen Apotheken sind nur wenige wirklich notwendig: Die WHO schränkt diese auf über 300 ein (Quelle: the WHO Model List of Essential Medicines).

GeschichteFür eine Reihe von Heilpflanzen finden sich Hinweise auf ihre Anwendung schon aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Bereits in einem Grab eines Neandertalers (Shanidar IV., im heutigen Irak) das vor ca. 70.000 - 40.000 Jahren angelegt wurde, finden sich Beigaben, die nach Pollenuntersuchungen sieben Heilpflanzen zuzuordnen sind, weswegen hier das Grab eines Heilkundigen, eines Schamanen mit Attributen seiner Tätigkeit vermutet wird. Steht dieser Fund aus frühester Zeit noch isoliert, so sind aus dem Neolithikum, der Jüngeren Steinzeit, eine Reihe von Funden bekannt, die auf die Anwendung von Heilpflanzen schließen lassen. Aus den frühen Hochkulturen gibt es dann zahlreiche schriftliche Zeugnisse für deren umfangreichen Arzneischatz, in Assyrien und Ägypten waren einige hundert pflanzliche, tierische und mineralische Arzneimittel in Gebrauch.

Griechisch-römische Überlieferung
Für die Arzneien der westlichen Medizin sind folgende Autoren der griechisch-römischen Überlieferung besonders wichtig: Theophrastos von Eresos (371- 287 v. Chr.) beschrieb 550 Pflanzen, darunter zahlreiche Arznei- und Giftpflanzen. Plinius der Ältere lebte von 23/24 bis 79 n. Chr. schrieb eine höchst umfangreiche enzyklopädische Naturkunde, die Naturalis historiae. Die Heilmittel nehmen einen breiten Raum ein, es werden beinahe 1000 aus dem Pflanzenreich beschrieben. Die in fünf Büchern abgefasste Arzneimittellehre De materia medica des Dioskurides (ein römischer Militärarzt, der im 1. Jh. lebte) ist die umfangreichste des Altertums. Er behandelt Arzneimittel aus allen drei Naturreichen, es werden 102 mineralische, 101 tierische und 813 pflanzliche Arzneimittel beschrieben. Das Werk erschien um 78 n. Chr. und wirkte über Jahrhunderte. Besonders im Mittelalter diente es als Vorbild und Fundgrube für andere einschlägige Kompendien.

Mittelalter
Die mittelalterlichen Quellen zum Arzneischatz sind sehr zahlreich. Dazu gehört u.a. so genannte Hortulus des Walahfrid Strabo (9. Jahrhundert), der Abt des Klosters Reichenau war. Das Wissen über die Heilkräfte der Pflanzen wird in Gedichtform (Hexameter) vermittelt. Ebenfalls ein Lehrgedicht über Heilpflanzen und durch den 'Hortulus' beeinflusst ist der 'Macer floridus'. Der Verfasser, Odo von Meung, lebte im 11. Jahrhundert. Eine vom 13. Jahrhundert an überlieferte thüringisch-schlesische Prosaübersetzung und -bearbeitung, der 'Ältere deutsche Macer' war weit verbreitet und diente neben anderen Quellen als Textgrundlage für den 'Gart der gesuntheit' von 1485, eines der einflussreichsten gedruckten Kräuterbücher. Zudem wird das europäische Mittelalter ca. vom Jahr 1000 an mit verloren geglaubten bzw. in Vergessenheit geratenen Schriften der Antike durch Übersetzungen aus dem Arabischen ins Lateinische bekannt. Die Zentren der Übersetzertätigkeit liegen in Süditalien (Salerno) und Spanien (Toledo). Dazu kommen eigenständige Erkenntnisse arabischer Gelehrter. Rhazes (865 - um 930), Avicenna (980 - 1037) und andere arabische Autoren zählen zu den hochgeachteten Autoritäten der europäischen Heilkunde. In ihren Schriften werden bislang unbekannte Arzneidrogen beschrieben, z.B. Ambra, Benzoeharz, Cubeben, Galgant, Kampfer, Moschus, Muskat, Mumie, Sandelholz, Sennesblätter u.a. Aber auch unabhängig vom antiken oder arabischen Einfluss werden hier und da neue, eigenständige Beobachtungen gemacht, die das Wissen über den Arzneischatz bereichern. Herausragend sind die ""Physica"" der Hildegard von Bingen und eine Schrift des Albertus Magnus mit dem Titel ""De vegetabilibus"".

Neuzeit
Seit der frühen Neuzeit wurde der europäische Arzneischatz erheblich erweitert: Einerseits durch eine neue Dimension im Handel mit Heilpflanzen und Drogen, die sich nach der Entdeckung des Seeweges nach Ostindien durch Vasco da Gama und die Landung in Amerika durch Columbus eröffnete. So kamen z.B. Brechwurzel, Chinarinde, Curare, Guajak und Perubalsam nach Europa andererseits durch Produkte alchemistischer Tätigkeit. Besonders wichtig war die Alchemie der Araber, da hier eine medizinische Zielrichtung in den Vordergrund trat: die Suche nach der Panazee, der Universalmedizin. Der wichtigste Wegbereiter für den Einsatz (al)chemischer Präparate in der Medizin wurde Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim genannt Paracelsus (1493 - 1541). Er vertritt die innerliche Anwendung von Chemikalien, gerade von giftigen Antimon- und Quecksilberpräparaten als erster. Zwar fanden seine Lehren zu seinen Lebzeiten nur einen beschränkten Anhängerkreis, doch sein Nachfolger, die Paracelsisten, vermittelten seine Ideen einem immer größer werdenden Kreis von Medizinern und anderen Gelehrten. Von hier führt der Weg zur Pharmazeutischen Chemie.

19. Jahrhundert bis jetzt
Die Neuzeit brachte mit ihren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ganz erhebliche Veränderungen des Arzneischatzes. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es zunächst eine deutliche Reduktion: Übrig blieb, was nach damaligen Stand der Wissenschaft in der Wirksamkeit als gesichert galt. Der enorme Erkenntniszuwachs in der Chemie führte dann dazu, dass z.B. eine Fülle von wirksamen Inhaltsstoffen aus Arzneipflanzen isoliert wurden, etwa die Alkaloide Chinin, Morphin, Strychnin. Nicht nur Alkaloide, auch viele weitere Pflanzeninhaltsstoffe wurden isoliert und davon eine große Zahl arzneilich verwendet. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der Siegeszug der organisch-synthetischen Arzneimittel, die von der Teerfarbenindustrie entwickelt wurden, wobei das Herstellungsverfahren dem Patentschutz unterlag. Dies förderte ganz erheblich die industrielle Produktion von Arzneispezialitäten, den in abgabefertiger Verpackung hergestellten Arzneimitteln, wie sie heute das Bild beherrschen. Die Acetylsalicylsäure, allseits bekannt unter dem Namen Aspirin, viele andere Schmerzmittel und weitere auf das Nervensystem wirkende Arzneistoffe gehören hierher (Narkosemittel, Antiepileptika, Antiparkinsonmittel, Psychopharmaka u.a.m.). Weitere Beispiele sind Arzneimittel, die das vegetative Nervensystem beeinflussen, etwa die Sympatholytika (zu denen die ""Betablocker"" zählen), die als Herz-Kreislaufmittel eingesetzt werden. Die Zahl der synthetisierten Wirkstoffe wurde dann rasch unüberschaubar. Bei den Hormonen und Vitaminen gab es in der Folge biochemischer, physiolgisch- und klinisch-chemischer Untersuchungen des 19. und 20. Jahrhunderts zahlreiche Fortschritte. Dabei wurden u.a. die Grundlagen für den therapeutischen Einsatz von Vitaminen, Insulin, den Sexualhormonen (Estrogene, Gestagene, die ""Pille"", Androgene), den Hormonen der Nebennierenrinde (Glukokortikoide, u.a. Cortison), Schilddrüsenhormonen, den Gewebshormonen und ihren Antagonisten (Antihistaminika als Antiallergika u.a.) gelegt. Ganz besondere Bedeutung erlangten Arzneimittel zur Prophylaxe und Therapie der Infektionskrankheiten. Dazu gehören v.a. Antibiotika, Desinfektionsmittel, Sterilisation und Impfungen. Mit ihrer Hilfe, aber sicher auch durch bessere Ernährung und Wohnung sowie durch Anwendung hygienischer Verhaltensweisen sind einst lebensbedrohliche Erkrankungen (""Geißeln der Menschheit""), die auf Mikroorganismen zurückgehen, stark zurückgegangen. Zu nennen sind hier u.a. die Forschungen von Paul Ehrlich (1854 - 1915) (Salvarsan) und Gerhard Domagk (1895 - 1964) (Sulfonamide). Dazu kam die Entdeckung, dass Naturstoffe, so das von Schimmelpilzen gebildete Penicillin, als Antibiotika erfolgreich gegen diese Krankheiten eingesetzt werden können.

Typische Einnahmeformenoral = zum Schlucken (Tabletten, Dragees, Kapseln, Tropfen, Säfte etc.)
sublingual = unter der Zunge (Lutschtabletten)
parenteral = (Infusionen)
anal, rektal = über den After(Zäpfchen= Suppositorien, Klysmen)
vaginal = (V.ovula, V.zäpfchen)
topisch = auf die Haut (Cremes, Salben, Gele, Pasten)
transdermal = durch die Hautz.B. Schmerzpflaster, Nikotinpflaster etc.
subcutan = unter die Haut
intravenös = (i.v.) = in die Vene
intraateriell = in die Schlagader
intramuskulär (i.m.)= in den Muskel

Typische DarreichungsformenAugentropfen
Nasenspray oder -tropfen
Ohrentropfen
Tees

Nicht medikamentöse Behandlungsverfahren
Neben den Medikamenten gibt es in der Medizin auch gut wirksame nicht medikamentöse Behandlungsprinzipien.
Gewichtsreduktion z.B. zur Behandlung des Hochdrucks, der Zuckerkrankheit
Psychotherapie z.B. zur Behandlung von Phobien
Physiotherapie (Krankengymnastik und mehr)
physikalische Maßnahmen
Bestrahlungen
Meidung von auslösenden Faktoren
Operationen
Hilfsmittel z.B. Verbandsmaterial

Aus: Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Siehe auch Generika

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Antimykotika
(Arznei-) Mittel gegen Pilzinfektionen.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Borreliose
Borreliose wird zumeist durch Zeckenbiss übertragen. Jedoch erinnern sich nur 40% der infizierten Borreliosepatienten sich an einen Zeckenstich. Es ist daher schwer festzustellen, ob die Borreliose durch Zecken übertragen wurde. Fallberichte sprechen jedoch dafür, dass auch andere Stech-Insekten (z.B. Bremsen) die Borreliose übertragen können. Die Borreliose kann allerdings nur durch infizierte Tiere übertragen werden. So bleiben die meisten Zeckenstiche folgenlos.
Prinzipiell ist eine Übertragung von Borrelien durch Blutbestandteile von Mensch zu Mensch möglich. Sie ist aber sehr selten, da die Zeit, in der die Borrelien als Antigene in der Blutbahnen zirkulieren (Bakteriämie) nur kurz andauert. Hinweise für eine Übertragung durch Tröpfcheninfektion oder sexuelle Kontakte liegen nicht vor.

Siehe auch Zecken

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Zahnmedizin)

Zahnkaries
Die Zahnkaries bzw. Zahnfäulnis (lat: Caries dentium) ist eine Erkrankung von Zahnschmelz und Dentin.
Zahnkaries ist zumindest in den Industriestaaten eine der häufigsten Infektionskrankheiten - In Deutschland sind nur ca. ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei.
Zahnkaries kündigt sich durch helle oder bräunliche Stellen an, später entstehen daraus dunkle bis schwarze Flecken.
Folgen der Zahnkaries sind Entzündungen der Pulpa, apikale Parodontitis (Entzündungen des Zahnhalteapparats an der Wurzelspitze), Abszesse und Osteomyelitis.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Echinococcus
Echinococcus-Infektionen: Hunde- bzw. Fuchsbandwurm-Infektionen

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Gynäkologie)

Abstrich
Entnahme kleinster Gewebeteile der Gebärmutterschleimhaut bzw. am Gebärmutterhals, z.B. zur Entdeckung von Infektionen oder Krankheiten.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Hepatitis
Entzündliche Erkrankung der Leber. Auslöser können Schadstoffe, Viren, Bakterien, parasitäre Infektionen, Krankheiten wie Sarkoidose oder Autoimmunerkrankungen, Medikamente, oder Alkoholsein.
Man unterscheidet: Hepatitis A Hepatitis B Hepatitis C Hepatitis D Hepatitis E Hepatitis G

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Infektion
Entzündung

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Gynäkologie)

Trichomoniasis
Infektion der Scheide (Vagina) oder der Blase mit Trichomonaden. Die ersten Symptome sind dünnflüssiger, gelblicher Ausfluß, Jucken und Brennen. Wegen der Ansteckungsgefahr wird der Partner gleichzeitig mitbehandelt.à

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Gynäkologie)

Toxoplasmose
Infektion, die durch Verzehr von rohem Fleisch oder dem Umgang mit Katzen verursacht wird. Die meisten Erwachsenen haben eine solche Infektion bereits unbemerkt überstanden. Gefährlich ist die Infektion jedoch für das ungeborene Kind bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft. Schwangere sollten deshalb den Umgang mit Katzen meiden und kein rohes Fleisch essen.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Gynäkologie)

Pruritus vulvae
Juckreiz im äußeren Genitalbereich, der sehr viele verschiedene Ursachen haben kann, z.B. Unverträglichkeit von Waschmitteln oder Deodorantien, Östrogen-Mangel und am häufigsten Infektionen.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Anthropozoonose
Krankheiten und/oder Infektionen, deren Erreger vom Menschen aufs Tier übertragen werden können.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Panmyelopathie
Unter Panmyelopathie versteht man eine Störung der blutbildenden Knochenmarkfunktion. Man unterscheidet zwischen Konstitutioneller Panmyelopathie (ICD10 D61.0) und erworbener Panmyelopathie (ICD10 D61.9). Die Ursachen der Störung der Blutbildung ist nicht vollständig geklärt. Als mögliche Ursachen werden Medikamente, Virusinfektionen und Umweltfaktoren vermutet. Es handelt sich nicht um eine Krebserkrankung. Allerdings ist die schwere Aplastische Anämie (SAA) als schwerste Form der Erkrankung ähnlich der Krebserkrankung. Als Therapiemethode wird die Knochenmarktransplantation und die Medikamentöse Behandlung (immunsuppressive Therapie) angewand.

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Gürtelrose
Virusinfektion.
Symptome: Schmerzen, Empfindungsstörungen, Hautveränderungen im Versorgungsgebiet eines bestimmten Nerven. Hautveränderung im Allgemeinen gürtelförmig im Bereich von Brustkorb oder Bauchraum.
Die Gürtelrose - auch Herpes Zoster - ist eine wenig ansteckende Erkrankung. Sie tritt sporadisch sowohl bei Patienten auf, die in ihrer Kindheit an Windpocken erkrankt waren, als auch bei Menschen bei denen zuvor diese Kinderkrankheit nicht ausgebrochen war. Beide Erkrankungen, die Gürtelrose und die Windpocken, werden durch dasselbe Virus hervorgerufen. Die Gürtelrose ist die Folge einer Reaktivierung im Körper verbliebener Viren nach einer Windpockenerkrankung. Patienten mit einer Abwehrschwäche können ggf. mehrfach an einer Gürtelrose erkranken. Menschen die nicht an Windpocken erkrankt waren, können sich bei Patienten mit Gürtelrose mit dem Virus infizieren und die Windpocken, aber keine Gürtelrose, bekommen.

Weitere Informationen zur Gürtelrose im Magazin

Ergebnisse aus dem Medizin-Lexikon (Allgemein)

Zecken
Zecken sind eine Parasiten-Art. Zecken ernähren sich von Blut und Gewebesaft von Säugetieren - auch dem Menschen.

Zeckenbisse sind deshalb für den menschen gefährlich, weil Krankheiten übertragen werden können. Die häufigsten Krankheiten durch Zeckenbiss sind die Frühsommer- Gehirnhautentzündung (FSME) und die Lyme-Borreliose.

Im Frühling (Februar/März), wenn die Temperatur über zehn Grad Celsius steigt, ist die beste Zeit für Zecken. Im Oktober/November verschwinden auch die Zecken aus den heimischen Wäldern.

Zecken leben in Bodennähe, vorwiegend in Sträuchern, im Unterholz und in hohem Gras. Auch in der Nähe von Gewässern halten sie sich gerne auf. Zecken sind in der Regel nicht auf höheren Gewächsen wie z.B. Bäumen zu finden.

Einmal am Körper entdeckt, sollte man Zecken schnellstmöglich loswerden - das Infektionsrisiko ist damit schon minimiert. Die Gefahr für den Menschen entsteht durch die Borreliosekeime im Darm der Zecke.

Etwa ein Drittel aller Zecken tragen den Borreliose-Erreger in sich. Den Frühsommermeningoenzephalitis-Virus tragen nur Zecken in bestimmten gebieten in sich. Von allen Zecken dieser Risiko-Gebiete tragen etwa 1% den Erreger.

Eine Borreliose macht sich meist wenige Tage nach dem Zeckenbiss bemerkbar. Häufig kommt es zu Wanderröte. Sie tritt rund um die Einstichstelle aber auch in anderen Körperregionen auf. Die Hautveränderungen können immer größer werden, wandern und ganze Körperpartien erfassen. In den meisten Fällen verschwindet die Rötung von alleine. Sie ist aber ein sicherer Hinweis auf eine Infektion mit dem Bakterium.

Außerdem sind grippeähnlichen Beschwerden wie erhöhte Körpertemperatur, Schweißausbrüche, Abgeschlagenheit, Gelenk- und Muskelschmerzen nach einem Zeckenbiss ebenfalls Anzeichen von Borreliose. In einem solchen Fall ist die Behandlung mit Hilfe von Antibiotika notwendig.

Eine nicht, nicht rechtzeitig oder nicht vollständig behandelte Borreliose kann noch Jahre nach der eigentlichen Übertragung z.B. zu Chronischen Gelenkentzündungen führen.

Borreliose ist oft schwierig zu diagnostizieren. Weisen Sie Ihren Arzt gezielt auf die Möglichkeit eines Zeckenbisses hin, wenn eines der Symptome auftritt.

Siehe auch Borreliose

Für die Diagnose "Infektion" ebenso wie für alle anderen Bereiche gilt: Allgemeine Medizin-Informationen können Ihren Arzt nicht ersetzen, da nur er die individuelle Situation Ihrer Gesundheit beurteilen kann. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Der ICD10 Code für die Diagnose Infektion ist "B99".

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