Krankenversicherung

Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung GKV vs. Private Krankenversicherung PKV

Arbeitnehmer, die weniger als 4050 Euro im Monat verdienen (Bruttoeinkommen), müssen in einer gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert sein. Arbeitnehmer, die mehr verdienen sowie nicht Erwerbstätige oder Selbständige, können selbst entscheiden, ob beziehungsweise wie sie sich versichern wollen. Personen, die vorher Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung waren, können sich freiwillig in dieser gesetzlichen Krankenversicherung weiter Versichern lassen oder in eine private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

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Gesetzliche Krankenversicherung

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist Teil des deutschen Solidarsystems. Rechtlichen Grundlagen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) und hier vor allem im SGB V geregelt. Die Höhe des Beitrags zur Krankenversicherung ist vom monatlichen Brutto-Einkommen abhängig. Der Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung ist im Wesentlichen im Sozialgesetzbuch festgelegt. Versichert sind Arbeitnehmer, Rentner und Empfänger von Arbeitslosengeld, teilweise auch Selbstständige.

Familienversicherung

Ist der Versicherte verheiratet und hat dessen Ehegatte kein eigenes Einkommen, bzw. hat er Kinder, dann können die Familienmitglieder unter gewissen Voraussetzungen ohne Beitragserhöhung mitversichert werden. Voraussetzung für das Versichern von Familienangehörigen in der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass diese sich vorwiegend in Deutschland aufhalten müssen, nicht von der Versicherungspflicht befreit sein dürfen und nicht mehr als 340 Euro monatlich verdienen düfen. Die Mitversicherung von Kindern ist allerdings ausgeschlossen, wenn der andere Elternteil nicht gesetzlich versichert ist und dessen regelmäßiges Monatseinkommen die Grenze von 4050 Euro übersteigt. Die Familienversicherung eines Kindes endet in der Regel mit Vollendung des 18. Lebensjahres, mit Ausnahme, wenn sich der Nachwuchs zu diesem Zeitpunkt noch in der Schul- oder Berufsausbildung befindet. In diesem Fall kann er bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres familienversichert bleiben.

Solidarprinzip bei der gesetzlichen Krankenversicherung

Nach dem Solidaritätsprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung, finanzieren die gesunden Mitglieder Kranken Mitglieder der Krankenversicherung. Dabei werden die Beiträge lediglich zur Deckung der Kosten verwendet, bzw. zur Bildung einer Rücklage. Gewinne sind in der gesetzlichen Krankenversicherung untersagt, bzw. müssen an die Versicherten in Form von Beitragssatzsenkungen weitergegeben werden. Bei einer Unterdeckung können die Krankenkassen die Beitragssätze anheben. Leistungskürzungen liegen allerdings nicht im Ermessen der gesetzlichen Krankenkassen, diese müssen vom Gesetzgeber vorgenommen werden.

Gesetzliche Krankenversicherung mit Sachleistungsprinzip

Im Falle einer Krankheit erhält der gesetzlich Versicherte die Behandlung des Arztes, ohne dafür zahlen zu müssen. Die Kosten werden durch den behandelnden Arzt direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse abgerechnet (Sachleistungsprinzip). Bei Medikamenten muss der gesetzlich Versicherte einen Anteil der Arzneimittelkosten tragen (10% der Kosten, mindestens 5,- Euro und maximal 10,- Euro). Die Überprüfung der Notwendigkeit der Leistungen ist vom Gesetzgeber nach 275 SGB V dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung, kurz MDK, übertragen worden.

Verschiedene Typen der gesetzlichen Krankenkasse (GKV)

Gesetzlich Krankenversicherte haben die Wahl zwischen Allgemeinen Ortskrankenkassen, Ersatzkrankenkassen, Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen. Ortskrankenkassen und Ersatzkassen sind grundsätzliche für alle gesetzlich KrankenVersicherten geöffnet. Bei Betriebs- und Innungskrankenkassen werden teilweise nur Beschäftigte bestimmter Betriebe oder Mitglieder bestimmter Berufsgruppen aufgenommen. Teilweise sind die Aktivitäten dieser Krankenversicherungen auch auf bestimmte Regionen oder Bundesländer begrenzt.

Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen

Die Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen können sich erheblich unterscheiden - sie reichen von ca. 13 bis 15 Prozent des Bruttolohns. Zusätzlich zu den Krankenkassenbeiträgen der gesetzlichen Krankenversicherungen wird außerdem der Beitrag zur Pflegeversicherung vom Brutto-Monatseinkommen eingezogen.

» Lesen Sie mehr zu den Preisunterschieden der Gesetzlichen Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung

Als Arbeitnehmer können Sie frei entscheiden, in welcher gesetzlichen Krankenkasse Sie sich versichern. Sie haben die Wahl zwischen Allgemeinen Ortskrankenkassen, Ersatzkrankenkassen, Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen. Ein Vergleich der Beitragssätze dieser Krankenversicherungen spart schnell mehrere Hundert Euro im Jahr.
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Private Krankenversicherung

Die Private Krankenversicherung

Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) können sich Personen versichern, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt (BBG) oder die nicht angestellt beschäftigt sind. Am häufigsten sind Beamte, Selbständige und leitende Angestellte in der privaten Krankenversicherung. Die höhe des Beitrags zur privaten Krankenversicherung ist nicht vom Einkommen abhängig, private Krankenversicherungen bemessen den Beitragssatz primär nach Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Versicherten. Der Versicherte kann bei der privaten Krankenversicherung seinen Tarif nach Qualität der Leistungen auswählen.
Die Private Krankenversicherung bietet verschiedene Tarife oder Tarifpakete an, aus denen der Versicherte seinen gewünschten private Versicherungsschutz individuell zusammenstellen kann. Die Private Krankenversicherung erbringt vertrags- und tarifgemäße Versicherungsleistungen, die nicht zum Nachteil des Versicherten abänderbar sind.

Für die private Krankenversicherung gilt: Für jedes zusätzliche Mitglied der Familie ein eigener Versicherungsbeitrag

In der privaten Krankenversicherung muss jedes Familienmitglied versichert werden. Für jedes zusätzliche Mitglied der Familie ist ein eigener Versichertenbeitrag zu leisten. Im Allgemeinen gilt der Grundsatz: je jünger und gesünder der Versicherungsnehmer beim Eintritt in eine private Krankenversicherung ist, desto geringer ist der zu zahlende Beitrag. Zusätzlich wird bei der privaten Krankenversicherung meist zwischen Männern und Frauen unterschieden.

Die Unterschiede nach (Eintritts-)alter bei den privaten Krankenversicherungen sind durch die Rücklagenbildung für das Alter begründet, welche gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) besteht - im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung - kein Kontrahierungszwang, die privaten Krankenversicherungen können Menschen auf Grund von ALter oder Vorerkrankungen als Kunden ablehnen oder ihnen deutlich erhöhte Prämien abverlangen.

Behandlungskosten sind bei der privaten Krankenversicherung (PKV) meist sofort zu zahlen

Über die Behandlungskosten nach einem Arztbesuch erhält der in einer privaten Krankenversicherung Versicherte eine Rechnung direkt vom behandelnden Arzt. Die Behandlungskosten eines Arztbesuches müssen vom Versicherungsnehmer in der Regel vorgestreckt werden. Nachdem er die Rechnung bei seiner privaten Krankenversicherung eingereicht hat, bekommt er die Kosten erstattet. Bei Krankenhausaufenthalten rechnet die Krankenkasse oft direkt mit dem behandelnden Arzt ab. Analog zahlt der Versicherte bei Medikamenten den tatsächlichen Preis und reicht anschließend das Rezept zur Erstattung bei seiner privaten Krankenversicherung ein.

Keine Zuzahlung bei Medikamenten und keine Praxisgebühr bei der privaten Krankenversicherung

Privat Krankenversicherte zahlen keine Zuzahlung bei Medikamenten und keine Praxisgebühr. Einige Tarife der privaten Krankenversicherungen beinhalten jedoch eine Selbstbeteiligung: Die private Krankenversicherung tritt erst dann ein, wenn die jährlichen Arzt- und Medikamentenkosten einen bestimmten Betrag übersteigen. Dafür ist bei diesen Tarifen der privaten Krankenversicherung die Versicherungsprämie niedriger oder ein Teil des Beiträge wird zurückerstattet, wenn Leistungen nicht in Anspruch genommen wurden.

Wann sich eine private Krankenversicherung lohnt

Der Abschluss einer privaten Krankenversicherung rechnet sich insbesondere für Singles und kinderlose Doppelverdiener-Paare. Für alle privat Krankenversicherte gilt: es ist davon auszugehen, dass im Alter wesentlich höhere Beiträge zu zahlen sind als in der gesetzlichen Kasse. Da die Beiträge für die private Krankenversicherung die persönliche Einkommensentwicklung nicht berücksichtigt und im Rentenalter meist das Einkommen sinkt, bleibt oftmals nur der Verzicht auf einige Leistungen der privaten Krankenversicherung.

» Lesen Sie für wen sich eine private Krankenversicherung lohnt

Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung ist meist eine Entscheidung für das ganze Leben. Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist aber unter ganz bestimmten Voraussetzungen möglich.

» Lesen Sie, wann eine Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung möglich ist

Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung bietet Versicherungsschutz vor allem für Selbständige, Freiberufler, Beamte und Arbeitnehmer mit einem hohen Brutto-Monatseinkommen. Mit unseren Tipps finden Sie die optimale private Krankenversicherung!
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Med-Kolleg, FR, 25.4.2007


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