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Traditionelle chinesische Heilmethoden - Schwerpunkt Akupunktur

Akupunktur beschreibt eine von vielen traditionellen chinesischen Heilmethoden. Sie dient der Therapie von funktionalen Störungen des Körpers und des Geistes. Ihre Ursprünge sind im historischen China zu finden und blicken auf 2000 Jahre Akupunkturgeschichte zurück. Die älteste schriftliche Überlieferung der traditionellen chinesischen Medizin lässt sich auf das Lehrbuch des Huang Di Nei Jing zurückführen, welches sozusagen den Grundstein unseres heutigen Wissens über die asiatischen Heilmethoden bildet.

Die Gesamtheit der traditionellen chinesischen Heilmethoden umfasst neben der uns inzwischen auch in der westlichen Welt geläufigen Akupunktur noch viele weitere Bereiche. Dazu zählen, die Tuina, eine spezielle chinesische Massage, Quigong, eine Bewegungstherapie, Taijiquan, eine Atemtherapie und die beständige Kräuterheilkunde, welche fast immer parallel zu der jeweiligen Therapie Anwendung findet. Die Ausbildung eines Fachkundigen dauert in China 5 Jahre oder länger. Erst seit Anfang des letzten Jahrhunderts hat sich die Akupunktur einen Weg nach Deutschland gebahnt. Unsere heutige multiglobale Weltanschauung lässt die alternative chinesische Medizin immer mehr in unseren Kulturkreis einfließen. Deshalb gibt es auch in westlichen Ländern die Möglichkeit sich als Arzt oder Therapeut auf diese Heilmethoden zu spezialisieren.

In unseren Breitengraden besonders bekannt und beliebt ist die Akupunktur. Aber was genau bedeutet Akupunktur?

Bei der Akupunktur werden körpereigene Heilungskräfte stimuliert um den Energiefluss und die damit verbundenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Dazu verwendet der Therapeut spezielle Akupunkturnadeln, meistens aus allergenfreiem Gold, um diese in die Körpermeridiane zu stechen. Die Punkte sind am Körper festgelegt und jeweils einem Organ zugeordnet. In der chinesischen Medizin ist man überzeugt davon, dass nur ein freier Fluss von Energien innerhalb des menschlichen Körpers Wohlbefinden und Gesundheit aufrechterhalten kann. Benannt wird dieser Energiefluss als Chi, in unseren Kulturkreisen würden wir es als Lebensenergie bezeichnen. Stagnieren diese Kräfte sind die Folge Krankheit oder mangelndes Wohlbefinden. Durch die Akupunktur wird der Energiefluss wieder angeregt und neu vernetzt. Bei der Anamnese wird ein geschulter Therapeut deshalb auch immer auf alle potentiell beeinflussenden Faktoren eingehen. Er beginnt bei vererbten und angeborenen Krankheiten, über den augenblicklichen psychischen Zustand des Patienten, hin zu Ernährungsgewohnheiten und Umweltfaktoren, über das Erforschen möglicher Traumen und das Erörtern von eventuellem Drogenkonsum. Die vier diagnostischen Säulen bezeichnen die Zungendiagnostik, die Inspektion des Körpers, Anamnese und Pulsdiagnostik. Im übertragenen Sinne sind dies die vier tragenden Säulen der chinesischen Medizin. Die daraus resultierende ganzheitliche Diagnose bietet die Grundlage einer erfolgreichen Behandlung.

Bei der Behandlung selbst werden die sehr feinen Nadeln fast schmerzlos in die Akupunktur-Punkte gestochen. Die Anzahl derer ergibt sich aus der Krankheitsdiagnose und den zu behandelnden Organen. Das Maximum liegt bei einer Anwendung bei bis zu 15 Nadeln. Diese verbleiben 30 Minuten gegebenenfalls auch etwas länger an ihrer Position. Im Fachbereich der Akupunktur wird auch gerne die Moxibustion durchgeführt. Entweder kombiniert mit Akupunktur oder als Einzelanwendung. Bei der Moxibustion werden die festgelegten Akupunktur-Punkte anstatt mit Nadeln durch glimmende Kräuter erwärmt. Die angenehme Wärme in Kombination mit den ätherischen Ölen der Kräuter wirkt äußerst lösend und befreiend. Sie wirkt sich in jedem Fall positiv auf den Organismus aus. Eine weitere Form ist die Schröpfkopftherapie. Angewärmte Schröpfgläser werden mittels Unterdruck über den Akupunktur-Nadeln angebracht um das Verfahren zu verstärken.

Besonders bewährt hat sich der Einsatz der Akupunktur bereits bei Migräne. Hier konnte zahlreichen Menschen Abhilfe oder Erleichterung ohne den Einsatz pharmazeutischer Präparate geboten werden. Aber auch bei Arthrose, Rheuma oder Gicht konnten langfristige Erfolge verzeichnet werden. Nicht zu vergessen die positive Wirkung der Akupunktur bei psychischen Verstimmungen oder Depression. In den letzten Jahren fand die Methode auch vermehrt Anhänger, die durch die Akupunktur von der Nikotinsucht loskommen möchten. Überall dort wo chronische Erkrankungen das Leben beschwerlich machen und die wissenschaftliche Medizin nicht weiter kommt finden Erkrankte oftmals Hilfe und Abhilfe durch die Akupunktur oder anderen traditionellen chinesischen Heilmethoden.

2009-05-14 von / Redaktion


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