Durchfall (Diarrhö) Ursachen und Behandlung

Durchfall (Diarrhö)

Durchfall (Diarrhoe)

Durchfall oder auch Diarrhö genannt liegt dann vor, wenn der Stuhlgang zu häufig und zu flüssig sowie zu voluminös erfolgt. Laut medizinischer Definition handelt es sich um Durchfall, wenn es pro Tag zu mehr als drei Stuhlentleerungen kommt und die Stuhlkonsistenz flüssig ist.

Mediziner sprechen von akutem Durchfall, wenn er plötzlich auftritt und nicht länger als zwei Wochen anhält. Dauert der Durchfall hingegen länger als zwei Wochen an, wird von einem chronischen Durchfall gesprochen.

Hin und wieder hat fast jeder einmal Durchfall. Dabei leidet durchschnittlich pro Jahr ungefähr jeder dritte Deutsche ein paar Tage daran. Wenn dieser nur wenige Tage anhält, ist dieser in der Regel harmlos und bessert sich nach kurzer Zeit ganz von allein. Sollte der Durchfall aber länger als drei Tage andauern und sich keine Besserung einstellen, sollte ein Arzt um Rat gefragt werden.

Ursachen von Durchfall

Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Lebensmittelunverträglichkeiten über Infektionskrankheiten bis hin zu funktionellen Störungen, wie zum Beispiel das Reizdarmsyndrom. Häufig werden Durchfallerkrankungen auch von Symptomen, wie zum Beispiel Übelkeit, Kreislaufbeschwerden und sogar Fieber begleitet.

Beim Durchfall wird zwischen akut und chronisch unterschieden. Bei plötzlich auftretendem Durchfall ist fast immer eine Infektion mit Viren oder Bakterien zu vermuten. Typisch ist beispielsweise die Reisediarrhö. Grundsätzlich entsteht Durchfall in unterschiedlichen Fällen: Durchfall entsteht infolge einer Entzündung- Der Darm gibt dabei vermehrt Wasser und Salze, in manchen Fällen auch auch Schleim und Blut ab (sogenannte sekretorische Diarrhö). Im anderen Fall verbleiben Stoffe im Darm, etwa Stärke und Fett aus der Nahrung, die Flüssigkeit binden und zu einer osmotischen Diarrhö führen. Durchfall kann letzendlich in Form von Fettstühlen (Steatorrhö) auftreten. Dies ist der Fall, wenn täglich mehr als sieben Gramm Fett ausgeschieden werden. Bemerkbar macht sich eine Steatorrhö mit massiven, breiigen, fettglänzenden, schlecht wegspülbaren Stühlen. Ursachen können Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und des Dünndarms sein, z.B. bei Zöliakie.

Die Ursachen von Durchfall sind also vielfältig - so kann auch keinesfalls eine allgmeingültige Behandlung beschrieben werden.

Ärztliche Diagnosestellung bei Durchfall

Im Rahmen der ärztlichen Diagnosestellung erfolgt ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen sowie eine körperliche Untersuchung. So kann beispielsweise die Untersuchung einer Stuhlprobe im Labor mögliche Krankheitserreger nachweisen, die für den Durchfall verantwortlich sein können. Zur Abklärung eines langhaltenden Durchfalls können auch weitere Untersuchungsmethoden wie Röntgenaufnahmen oder Darmspiegelung zum Einsatz kommen.

Der Körper verliert bei Durchfall viel Flüssigkeit sowie auch Elektrolyte. Dieser Verlust kann zu Kreislaufproblemen führen. So sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder Kräutertee zugeführt wird. Darüber hinaus sind der Apotheke spezielle Elektrolyt-Präparate erhältlich, die zusätzlich eingenommen werden können.

Behandlung durch Hausmittel kann kontraproduktiv sein

Ein sehr beliebtes Hausmittel bei Durchfall sind Cola und Salzstangen. Jedoch ist hierzu zu sagen, dass diese nicht wirklich empfehlenswert sind. Sicherlich sind Salzstangen nicht grundsätzlich falsch, da sie den Natriumspiegel wieder auffüllen. Jedoch verliert der Körper bei Durchfall auch Kalium und Salzstangen enthalten eben nicht diesen Mineralstoff. Wer auf Salzstangen nicht verzichten möchte, sollte zusätzlich Bananen verzehren, da diese sehr kaliumhaltig sind.

Beim erhöhten Konsum von Cola wird dem Körper viel Zucker geführt, der den Wasserverlust noch fördert. Denn durch den Zucker gibt der Körper Wasser in das Darminnere ab, wodurch es sogar zu einer Verschlimmerung des Durchfalls kommen kann. Medikamente gegen Durchfall oder gegen Bauchkrämpfe sollten nur in Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Häufig ist eine medikamentöse Behandlung nur dann notwendig, wenn es sich zum Beispiel um eine Infektionskrankheit handelt.

Redaktion 22.04.2013 / Bildquelle: © Kristin Gründler - Fotolia.com


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