Gesundheit aus dem Kräutergarten
Alternative Medizin: Gesundheit aus dem Kräutergarten

Diese Kräuter haben es in sich
Ein weiches Polster aus Thymian neben ein paar violetten Malven und intensiv leuchtend gelben Königskerzen, dazwischen ein wenig Spitzwegerich. Eine Kombination, die in jedem Garten eine gute Figur macht, und deren Blätter und Blüten gleichzeitig eine heilsame Teemischung gegen Husten ergeben: Thymian und Spitzwegerich wirken antibakteriell, Königskerzen haben hustenlösende Eigenschaften und Malve wirkt reizlindernd.
Tipps im Umgang mit der grünen Arznei.
Die heilendenden und schmerzlindernden Wirkstoffe von Kräutern sind dem Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt und dass sie seitdem nicht an Bedeutung verloren haben, zeigt die stetig wachsende Nachfrage an Naturkosmetik und pflanzlicher Medizin. Auf der Erde gibt es mehr als 400.000 Pflanzen, rund 13.000 davon werden zu den Heilpflanzen gezählt. Und tatsächlich – Pflanzenwirkstoffe können einen großen Beitrag für unsere Gesundheit leisten. Gerade deshalb ist es besonders wichtig, auf den richtigen Umgang mit ihr zu achten, sich intensiv mit ihrer Wirkung, Dosierung und der Art ihrer Anwendung auseinanderzusetzen.
Denn - auch die Natur ist mit Vorsicht zu genießen! Während einige Pflanzen für den Menschen giftig sind und deshalb nur zur äußeren Anwendung taugen, dürfen andere nur in homöopathisch-aufbereiteter Form verwendet werden. Einen Überblick über die Heilwirkung von mehr als 50 verschiedenen Pflanzen der Region und ihre verschiedenen Anwendungsbereiche liefert beispielsweise die Neuerscheinung „Was die Kräuterhexe noch wusste“ von Gabriele Bickel, Expertin in Sachen Kräuterheilkunde.
Die Mischung macht‘s!
Ob als Tee, Aufguss oder Badewannenzusatz- entscheidend ist allen voran die Zusammensetzung der einzelnen Kräuter und Pflanzenteile, da sich ihre heilenden Eigenschaften oft erst durch die Verbindung der verschiedenen Wirkkomponenten komplett entfalten. Vier Zweige Johanniskraut, Salbei oder Ringelblume auf einen Liter kaltgepresstes Öl ergeben beispielsweise ein wunderbar heilsames Kräuteröl. Kamille wird eine krampflösende und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, Pfefferminz und Leinsamen gelten als verdauungsfördernd, Baldrian beruhigend.
Besonders praktisch: Weit mehr als 200 Heilkräuter gedeihen allein in unseren heimischen Gefilden und lassen sich zudem problemlos in Töpfen auf dem Balkon kultivieren. Weitere Fragen zu Wirkstoffen von Heilpflanzen werden in einer Rubrik bei DocJones.de – meine Gesundheit diskutiert. Da kann die kalte Jahreszeit ja kommen.
Redaktion 20.8.2012


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