Gürtelrose: Symptome und Behandlung

Guertelrose - Herpes Zoster

Gürtelrose / Herpes Zoster

Die Gürtelrose wird durch das "Windpocken Virus" (Varicella-zoster-Virus) mittels Tröpfcheninfektion übertragen. Wer sich mit dem Virus in der Kindheit ansteckt, erkrankt an Windpocken. Der Erreger kann jedoch über Jahrzehnte hinweg im Körper bleiben ohne dabei Symptome hervor zu rufen.

Der Virus nistet sich im Rückenmark ein. Bei Menschen die ein geschwächtes Immunsystem haben, kann der Virus dann Jahre nach der Ansteckung sich wieder anfangen zu vermehren und eine Gürtelrose verursachen, unabhängig davon ob die Kinderkrankheit Windpocken zuvor in Erscheinung getreten ist oder nicht. Die Erkrankung tritt meistens erst ab dem 40. Lebensjahr auf und das Risiko daran zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter.

Gürtelrose Symptome

Erste Symptome sind allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber. Bei Kindern äußert sich die Erkrankung durch juckende, rote Pusteln am ganzen Körper. Bei Erwachsenen sind die Symptome ähnlich doch der Hautausschlag ist in den meisten Fällen nur an einer Stelle des Körpers. Meistens sind Bauch oder Rücken betroffen, in seltenen Fällen sind ist der Hautausschlag auch an Brust oder im Gesicht. Die typischen Schmerzen und das brennende Gefühl der Haut beginnt an der Wirbelsäule, wo die Viren in den Nervenzellen nisten und breiten sich dann wie ein Gürtel um die Taille und Bauch herum aus. Die Haut schwillt an und nach einigen Tagen werden die roten Pusteln sichtbar. In seltenen Fällen kann die Gürtelrose Komplikationen hervorrufen. Dies hängt vom Gesundheitszustand der Betroffenen Person ab und davon, welche Regionen durch den Virus betroffen sind. Die Schmerzen können beispielsweise über Monate hinweg andauern obwohl der Hautausschlag bereits verheilt ist. Es können Muskelschwächungen auftreten, die bis zur Lähmung führen können. Des Weiteren sind Fälle bekannt, in denen die Gürtelrose auch die inneren Organe angreift. Menschen die bereits die ersten beschreibenden Symptome aufweisen sollten nicht zögern den Hausarzt auf zu suchen. Je schneller die Behandlung beginnt, desto schneller lassen die unangenehmen Symptome nach und Komplikationen lassen sich eventuell vermeiden.

Gürtelrose Behandlung

Durch eine medikamentöse Behandlung lassen sich die Beschwerden wie Schmerzen und Juckreiz bereits nach eignen Stunden lindern. Der Arzt verschiebt Medikamente die das Virus am Wachstum hindern, sogenannte Nukleosidanaloga. Des Weiteren sind die betroffenen Hautstellen im Allgemeinen gut mit Salben zu behandeln die zusätzlich schmerlindernd wirken und die Rötung sowie den Juckreiz verringern sollen. In der Regel ist der Hautauschlag nach 2 – 4 Wochen abgeheilt. Es können jedoch Narben oder Pigmentveränderungen zurückbleiben. Die Schmerzen können noch mehrere Wochen andauern.

Gürtelrose und Schwangerschaft

Für schwangere Frauen die noch keine Windpockenerkrankung durchlebt haben oder nicht geimpft wurden, stellt die Übertragung der Gürtelrose ein Problem dar denn die Viren können ein Gesundheitsrisiko für das ungeborene Kind sein. Menschen die an Gürtelrose erkrankt sind, sollten zum Schutz für das ungeborene Kind engen Kontakt meiden, denn der Erreger kann durch die Pusteln übertragen werden. Sobald die Pusteln abgeheilt sind, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Impfung gegen Gürtelrose

Es existiert eine gut verträglicher Impfstoff gegen die Gürtelrose. Menschen die sich im Alter impfen lassen, haben ein viel geringeres Risiko an der Gürtelrose zu erkranken und sollte die Krankheit dennoch auftreten, ist die Verlaufsform meistens weniger belastend als bei Menschen ohne Impfung.

/ Redaktion 20.10.2011


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