Ratgeber Heuschnupfen / allergische Rhinitis

Ratgeber Heuschnupfen

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Was ist Heuschnupfen?

Beim Heuschnupfen, auch allergische Rhinitis genannt, handelt es sich um eine allergische Erkrankung. Unter einer Allergie versteht man gemeinhin eine Überempfindlichkeit des Körpers auf bestimmte, für gesunde Menschen harmlose Stoffe. Auf den Körper haben diese Stoffe die gleiche Wirkung wie tatsächliche Krankheitserreger.

Die allergische Reaktion wird in zwei Phasen unterteilt, die Sensibilisierungsphase und die Reaktionsphase. Zunächst gelangt der auslösende Stoff in irgendeiner Form in den Organismus, Pollen werden für gewöhnlich über die Luft in die inneren Atemwege gespült. Dort erkennt der Körper sie als Fremdkörper und wehrt sich, indem er Abwehrstoffe bildet, die sich an sogenannte Mastzellen binden. Wenn die gleichen, als feindlich erkannten Stoffe nochmals in den Körper gelangen, werden diese Abwehrstoffe aktiviert, was uns zur zweiten Phase führt - die Reaktionsphase.

In dieser Phase wird die allergische Reaktion ausgelöst. An den Mastzellen befinden sich gewisse Botenstoffe, die durch eine erneute Erregung durch die allergieauslösenden Stoffe ausgeschüttet werden. Diese Botenstoffe verbinden sich mit den zugehörigen Rezeptoren. Die Wirkung ist bekannt – ein Niesreiz breitet sich aus, ein Jucken tritt auf, Tränen treten in die Augen, die Atmung wird erschwert.

Wie wird die allergische Reaktion am besten behandelt?

Zunächst sei hier erwähnt, dass es im Idealfall natürlich gar nicht erst zu der allergischen Reaktion kommt. Durch Pollenflugkalender können sich Betroffene jederzeit über die momentan vorherrschenden Pollenarten informieren und sich gegebenenfalls schützen. Bei einer Pollenallergie sollten beispielsweise täglich die Haare gewaschen werden, um die dort drin verfangenen Pollen schnellstmöglich zu beseitigen.

Zur Therapie von Heuschnupfen bieten sich Antihistaminika an. Diese können oral oder direkt am Ort der Reaktion angewandt werden. Ihre Wirkung entfalten sie innerhalb von 15 min, eine zweimalige Anwendung pro Tag wird empfohlen. Das Symptom der verstopften Nase wird mit diesem Medikament jedoch nicht behandelt.

Zur Befreiung der Nase gibt es bestimmte Nasentropfen oder auch -sprays, mit dem Arzneimittel Sympathomimetikum. Da die Anwendung dieses Mittels jedoch zu einer Schädigung der Nasenschleimhaut führen kann, sollte es nicht länger als zehn Tage in Folge angewandt werden.

Im Allgemeinen werden auch gerne Glukokortikosteroide, kurz GKS, eingesetzt. Sie sind sehr wirksam, bekämpfen die Entzündung und damit auch die damit ausgelösten Symptome. Sie können direkt am Ort der Reaktion oder systematisch eingesetzt werden. Gerne genommen werden sie als Nasenspray.

Wie entsteht eine Pollenallergie?

Über die Ursachen einer Pollenallergie gibt es diverse Diskussionen, eine Einigung über die Gründe wurde noch nicht erreicht. Es gibt jedoch einige Hypothesen. So stehen diverse Hygieneartikel, Umweltschadstoffe und auch übermäßiger Stress unter Verdacht, die Pollenallergie auszulösen. Fakt ist jedoch, dass zumindest die Veranlagung für den Heuschnupfen vererbt wird.

Viele Forscher vermuten mittlerweile als Ursache die übermäßige Reinlichkeit unserer Generation.Der Körper ist es oftmals nicht mehr gewohnt, sich mit Krankheitserregern und diversen anderen natürlichen Stoffen auseinander zusetzen. Auf diese Weise wird dem Immunsystem gewissermaßen das ‚Training‘ vorenthalten. Kinder, die in der sterilen Umgebung aufwachsen, entwickeln sehr häufig Allergien. Auf natürliche Weise lebende Menschen weisen kaum allergische Erkrankungen auf.

Redaktion 24.04.2013 / Bildquelle: © Juan Gärtner - Fotolia.com


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