Lippenherpes

Behandlung von Lippenherpes

Lippenherpes gehört zu den am weitesten verbreiteten Volkskrankheiten der westlichen Welt. Circa 90 Prozent der Weltbevölkerung trägt das Virus, das die nässenden Lippenherpes-Bläschen auslöst, in sich. Betroffene wünschen sich eine schnelle Behandlung.

Was ist Lippenherpes?

Die Infektion mit dem Herpes-Virus Typ 1 erfolgt meist schon im Kindesalter. Das Virus schlummert anschließend meist lebenslang im Körper des Betroffenen und löst eine Erkrankung aus, sobald der Organismus durch Stress, Medikamente oder Verkühlung angreifbar wird. Allerdings verläuft die Erkrankung in fast allen Fällen ungefährlich, es bilden sich lediglich juckende, nässende Bläschen an den Lippen - das Lippenherpes.
Da so viele Menschen den Herpes-Virus in sich tragen, ist es wahrscheinlich, dass es normalerweise zu einer Übertragung von der Mutter auf das Kind kommt. Aber auch Spielkameraden und Betreuer sind potentiell infektiös.

Lippenherpes

Es gibt aber auch Menschen, die sich erst im Erwachsenenalter mit dem Herpes-Virus anstecken. Eine solche Infektion erfolgt dann meist durch Küssen oder das Trinken von fremden Gläsern und Flaschen. Man kann sich aber auch durch Tröpfcheninfektion, das heißt durch Niesen und Husten, anstecken.
Sobald der Virus aktiv geworden ist, vergehen etwa zwei bis vierzehn Tage, bevor sich erste Veränderungen an den Lippen zeigen. Meist kündigen sich solche Lippenherpes-Bläschen mit einem unangenehmen Jucken und Kribbeln an.

Eine ärztliche Diagnose von Lippenherpes ist im Grunde genommen nur über die äußerlichen Anzeichen möglich, die bei normalem Krankheitsverlauf auch vom Laien als solche erkannt werden können. Ein Blutbild kann zwar Aufschluss darüber geben, ob sich der Herpes-Virus Typ 1 im Organismus befindet, das bloße Vorhandensein lässt aber nicht auf eine behandlungsbedürftige Infektion schließen.

 

Hausmittel gegen die lästigen Lippenherpes-Bläschen


Video: BR Fernsehen, Quelle: YouTube

Wer es erst einmal selbst mit dem Herpes aufnehmen möchte, der findet nicht nur in der Drogerie, sondern auch im Supermarkt und sogar beim Imker die nötigen Utensilien den Lippenherpes zu behandeln.

Viele schwören auf Zahnpasta. Das trocknet die Region um die Herpesbläschen aus und so kann es vorkommen, dass auch Verkrustungen schneller abfallen. Doch vorsicht: gerade dadurch kann es auch zu einem Befall durch andere Keime kommen, was wiederum den Heilungsverlauf verlängert. Die weiße Creme aus der Tube trocknet die Bläschen zwar aus, hat jedoch ansonsten keinerlei Wirkung. Viele versuchen daher, die Zahnpasta vor der Anwendung mit Honig oder Teebaumöl zu mischen, so erhält man quasi die ultimative Allzweckwaffe gegen Lippenherpes.

Stärkste Waffe gegen Lippenherpes ist in den Augen vieler Betroffener Honig. Der schmackhafte Brotaufstrich ist nicht nur süß und lecker, sondern hat auch eine lindernde Wirkung. Tupft man ihn mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auf, so lindert die durch aktiven Herpes-Viren ausgelösten Juckreiz und sorgt zudem dafür, dass sich die Haut wieder regenerieren kann. Die Studienlage für die Wirkung von Honig ist allerdings keineswegs eindeutig.

Auch Teebaumöl hat eine lindernde Wirkung und macht den Auswirkungen der lästigen Erreger des Lippenherpes den Garaus. Denn die Substanz wirkt stark austrocknend und hilft so, die mit Flüssigkeit gefüllten Herpesbläschen schnell verschwinden zu lassen. Es ist gleichzeitig desinfizierend wirksam und hilft auch gegen Keime. Allerdings sollte man bei der Anwendung von Teebaumöl darauf achten, nicht zuviel davon auf gesunde Hautpartien aufzubringen. Diese würden nämlich schnell spröde werden und den Viren so neuen Nährboden geben. Zudem gibt es gerade im Lippenbereich eine hohe Gefahr auf allergische Reaktionen auf Teebaumöl.

Gegen das lästige Jucken hilft einigen Berichten zufolge die Behandlung mit Melissenöl. Allerdings muss es in Verbindung mit anderen Präparaten angewendet werden, da es nur den Juckreiz mildert, den Viren allerdings nicht wirklich zu Leibe rückt. Auch hier ist die Studienlage nicht eindeutig.

 

Präparate gegen Lippenherpes aus der Apotheke

Versagen die Hausmittel gegen Lippenherpes oder wünscht man eine besonders schnelle Heilung, so lohnt der Gang zu Apotheke. Die meisten Arzneien sind zwar nicht besonders günstig, helfen aber schnell und effektiv gegen die unschönen Bläschen.
Um den Lippenherpes zu behandeln, werden die jeweiligen Wirkstoffe meist mit Cremes versetzt, da diese an Ort und Stelle wirken und die Haut obendrein pflegen und gesund erhalten. Aciclovir und Penciclovir dringen in die obersten Hautschichten ein und stoppen hier die Vermehrung der Herpes-Viren. Je geringer die Anzahl der Erreger, desto unauffälliger die Symptome - das Lippenherpes bleibt begrenzt und unauffällig. Trägt man Cremes mit den genannten Wirkstoffen bereits dann auf, wenn es anfängt zu Kribbeln, so äußert sich die Erkrankung im besten Fall in einer minimal geröteten Stelle. Dazu muss das Präparat aber wirklich schon bei den ersten Anzeichen aufgetragen werden. Gels mit Zinksulfat trocknen die Bläschen aus und verhindern, dass sich der Virus auf noch gesunde Hautpartien ausbreitet. Außerdem wirkt Zink beschleunigend auf die Wundheilung.
Mittlerweile gibt es zudem so genannte Herpespflaster. Die durchsichtigen Plättchen werden auf die Lippenherpes-Bläschen geklebt und verhindern so eine Infektion anderer Personen. Außerdem schaffen sie ein Milieu, in dem die Wunden abheilen können, ohne hässlichen Schorf zu hinterlassen. Sie sind allerdings nicht antiviral.

 

Lippenherpes behandeln durch Senken des pH-Wert der Haut

Mit Herpifix Lippenherpes behandeln Frei von Chemie und damit besonders schonend zur Haut wirkt ein Stift der den pH-Wert der Haut senkt. Der Stift erzeugt einen schwachen Strom an der betroffenen Hautstelle. Die Behandlung des Lippenherpes erfolgt durch Aufsetzen des Stiftes auf die Haut und dauert nur 30 Sekunden.

Der Stift gegen Lippenherpes wird von der Firma Herpifix vertrieben.

/ Redaktion 17.08.2009 / Letztes Update: 26.05.2015

 


 

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