Schwangerschaftsstreifen Ursachen und Vermeidung

Ursachen und Vermeidung von Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen

Unter Schwangerschafts- oder Dehnungsstreifen versteht der Mediziner Risse in der oberen Epidermis, die durch eine zu starke Dehnung der oberen Hautschicht auftritt. Die Streifen sind deutlich sichtbar und fallen bereits kurz nach ihrem Auftreten durch eine starke Rötung auf.

Von Schwangerschaftsstreifen betroffen sind werdende Mütter, wobei die Streifen bei Frauen mit einem festen Bindegewebe weitaus häufiger auftreten als bei Frauen mit eher schwachem Bindegewebe. Doch wie entstehen Schwangerschaftsstreifen? Und wie kann man ihnen vorbeugen?

Ursachen von Schwangerschaftsstreifen

Als Ursache für das Auftreten von Schwangerschaftsstreifen ist eine plötzliche Dehnung der Haut anzusehen. Diese tritt vornehmlich während einer Schwangerschaft auf, eben dann, wenn der Bauch der werdenden Mutter zu wachsen beginnt und die Haut keine ausreichende Zeit hat, sich langsam der großen Beanspruchung anzupassen. Die oberen Hautschichten reißen auseinander, in den Zwischenräumen entsteht Narbengewebe, welches als zunächst dunkelrote und später verblassende Streifen sichtbar wird. Mitunter treten die Streifen auch bei Menschen auf, die in kurzer Zeit stark an Gewicht zu nehmen oder während der Pubertät einen starken Wachstumsschub erfahren. Wenngleich sich Schwangerschaftsstreifen vornehmlich am Bauch abzeichnen, können auch an allen anderen Stellen des Körpers Dehnungsstreifen entstehen. Am stärksten betroffen sind neben dem Bauch die Oberschenkel und der Po, bei adipösen Menschen häufig auch die Oberarme. Frauen sind aufgrund ihrer weiblichen Hautstruktur stärker betroffen als Männer. Außerdem neigen Frauen mit einem festen Bindegewebe entgegen der landläufigen Meinung weitaus häufiger zu den unbeliebten Streifen als Frauen mit einem schwächeren, dafür aber dehnbareren Bindegewebe.

Schwangerschaftsstreifen vermeiden

Um die Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden, wird werdenden Müttern empfohlen, den wachsenden Bauch regelmäßig mit fett- bzw. ölhaltigen Bodylotions einzucremen. Regelmäßiges, d.h. zwei- bis dreimal tägliches, Eincremen hält die Haut elastisch und erleichtert damit die Dehnung. Im Fachhandel sind eine große Anzahl entsprechender Produkte erhältlich; jede versierte Hebamme hält außerdem entsprechende Produkte bereit. Besonders empfohlen werden Cremes, welche Ringelblüte enthalten.

Jede Frau kann darüber hinaus bereits vor dem Eintreten einer Schwangerschaft versuchen, ihre Haut auf die künftige Dehnung vor zu bereiten, in dem sie regelmäßige Wechselduschen anwendet und die Haut "zupft". Beim Wechselduschen duscht die Frau zunächst warm und schaltet dann auf kalt um. Mit kreisenden Bewegungen fährt die Frau über Bauch, Beine und Po und härtet ihre Haut entsprechend ab. Beim "Zupfen" nimmt die Frau kleinere Hautstückchen zwischen ihre Finger und dreht sie sanft herum, etwa so, als wollte sie sich kneifen. Regelmäßiges "Zupfen" bewirkt genau wie das Wechselduschen eine starke Durchblutung der Haut, was sie elastischer und damit dehnbarer werden lässt.

Schwangerschaftsstreifen verschwinden nie ganz

Sind Schwangerschaftsstreifen trotz guter Vorbeugung aufgetreten, werden sie leider nicht gänzlich wieder verschwinden. Aber auch für die Nachsorge gibt es mittlerweile einige Präparate, die die Streifen verblassen lassen, so dass sie nach geraumer Zeit fast nicht mehr auffallen.

(Jan Pettmann) Redaktion 16.05.2013 / © Kaarsten - Fotolia.com


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