Was ist Stress

Stress - oft empfunden, von jedermann beklagt. Doch was ist eigentlich Stress?

Es gibt verschiedene Arten von Stress. Doch was ist eigentlich Stress? Ursprünglich war er überlebenswichtig, denn Stress rüstet den Körper für Angriff oder Flucht. So ist er auch heute noch ein häufiger Gast im Alltag. Und Stress muss ja auch nicht immer negativ sein. Positiv erlebt, macht Stress zufriedener.

Ursprünglicher Stress

Was ist Stress - und wofür ist der eigentlich gut? Stress war früher nötig, um unseren Vorfahren das Überleben zu sichern: Bei drohender Gefahr macht der Körper mobil für Angriff oder Flucht. Daher verläuft eine Stressreaktion heute immer noch so:

  • Alarm: Beschleunigung von Herzschlag und Atmung, Anspannung der Muskulatur.

  • Handlung/Widerstand: Angriff oder Flucht unter Verbrauch der bereitgestellten Energien.

  • Erholung: Auffüllen der Energiespeicher, Regeneration.

Positiver Stress

Positiver Stress steigert Selbstvertrauen und Wohlbefinden: Wir empfinden eine Situation als spannende Herausforderung, der wir uns gewachsen fühlen. Diese Art Stress macht uns leistungsfähiger und zufriedener. Wir sind wie elektrisiert.

Negativer Stress

Idealerweise wechseln sich An- und Entspannung ab. Fehlen angemessene Erholungsphasen, entsteht negativer Stress. Wir fühlen uns überfordert. Ähnlich reagiert der Körper auf Unterforderung: Langeweile kann auch stressen. Die Leistungsfähigkeit sinkt.

 

Selbstkontrolle gegen Stress

Wichtigste Waffe gegen negativen Stress ist die Überzeugung, eine Situation kontrollieren und aus eigener Kraft zum Guten wenden zu können: "Ich bewältige das", "Ich kriege das schon hin", "Beim letzten Mal hat es schließlich auch geklappt". Symptome wie Angst, Ärger und Wut haben dann keine Chance – und mit einigen Änderungen im Alltag ist es häufig dann auch leichter:

  • Verbessertes Zeitmanagement kann Wunder wirken!

  • Auch mal Hilfe zulassen, besonders wenn die Situationen über einen längeren Zeitraum und unter extremer Belastung Veränderungen von einem fordern, ist ein Rettungsanker von extern manchmal unerlässlich

  • Wenn die negativen Gefühle überwiegen und Dinge, die früher Kraft und Freude geschenkt haben, sich nur noch zu einer neuen Stressquelle entwickeln, auf jeden Fall Hilfe suchen

Gelungene Stressbewältigung erhebt dabei nicht den Anspruch, alle negativen Gefühle wegzutrainieren. „Denn diese helfen uns, das Leben zu bewältigen. Wenn wir keine Angst hätten, würden wir blindlings über die Straße laufen oder unsere Kinder nicht von der Schule abholen.“ Für die Ärztin persönlich ist es erstrebenswert, eine Balance zwischen guten und schlechten Gefühlen zu erreichen. „100 Prozent Entspannung, das ist unrealistisch.“, sagt z.B. Dr. Sabine Schonert-Hirz, Internistin und Stress-Expertin aus Brühl in einem Interview mit der Apotheken-Umschau.

/ Redaktion 24.12.2014

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