Wechseljahre (Klimakterium)

Phasen der Wechseljahre (Klimakterium)

Wechseljahre (Klimakterium)

Das Klimakterium, auch als Wechseljahre bezeichnet, ist die Phase, in der sich bei der Frau die Hormonproduktion verändert, vor allem das Östrogen nimmt stark ab. Dadurch tritt das Ende der Fruchtbarkeit ein, da die Eierstöcke keine Eizellen mehr produzieren. Wie eine Frau diese Jahre erlebt, ist sehr unterschiedlich. Manche Frauen haben viele Beschwerden, andere wenig. Die Einstellung und die Lebensweise beeinflussen, ob und welche Symptome auftreten. Lebensfreude und Akzeptanz dieser natürlichen Phase wirken sich positiv aus. Asiatische Frauen etwa haben kaum Probleme.

Für den Beginn der Hormonveränderungen gibt es kaum Regeln, sie können bereits mit vierzig ihren Anfang nehmen, aber auch erst zehn Jahre später. Oft sind die Wechseljahre mit 58 Jahren beendet. Im Fall einer Entfernung der Eierstöcke tritt das Klimakterium gleich danach ein. Die Wechseljahre teilen sich in mehrere Phasen ein, die sich bisweilen überlappen: Die Prämenopause beginnt etwa ab vierzig und kann bis zu sieben Jahre vor der Menopause beginnen, von nun an kommt es zu unregelmäßigen, kürzeren oder längeren Zyklen mit stärkeren oder schwächeren Blutungen. Die letzte Menstruation markiert die Menopause. Ein Jahr nach der letzten Blutung schließt sich die Postmenopause an, die 10 bis 15 Jahre anhalten kann. Die Perimenopause umfasst die Zeitspanne zwei Jahre vor und nach der Menopause, sie findet durchschnittlich zwischen 49 und 53 Jahren statt.

Mögliche Beschwerden

Verschiedene Symptome sind möglich, müssen jedoch nicht zwangsläufig auftreten. Weit verbreitet sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche sowie Schlafstörungen. Sehr häufig ist die Trockenheit von Haut und Schleimhäuten, was zu Problemen im Bereich von Augen, Mund, Nase und Scheide, besonders beim Geschlechtsverkehr, führen kann. Auch Osteoporose, Gewichtszunahme, Gelenk- und Muskelschmerzen, Reizblase, Harnleiterentzündungen, Verstopfung, Durchfall, Herzprobleme, Schwindel, Haarausfall, Müdigkeit, Nervosität, Depressionen und nachlassende sexuelle Lust plagen viele Frauen. Manche Beschwerden treten nur eine gewisse Zeit auf, andere halten an, schon bestehende verstärken sich.

Linderung der Beschwerden

Insgesamt erleichtern eine gesunde Ernährung mit leicht verdaulichen Speisen, besonders Gemüse, und der Verzicht auf Zucker, Weißmehl, Fleisch und Fertigprodukte die Zeit der Wechseljahre und verhindern außerdem die Gewichtszunahme. Ebenfalls positiv wirkt regelmäßige Bewegung. Kalzium und Vitamin D vermindern den Knochenabbau, der durch die Hormonveränderungen droht. Eine Hormonersatztherapie bringt meistens nur kurzfristig Linderung und birgt viele Risiken. Es gibt dafür einige natürliche Alternativen, beispielsweise die Traubensilberkerze, auch Vollkornprodukte, Samen und Beeren enthalten Substanzen, die wie Östrogene wirken, ebenso Soja, das jedoch oft Allergien auslösen kann.

Manche Symptome können mit pflanzlichen Medikamenten behandelt werden, etwa Rotklee gegen Hitzewallungen und Johanniskraut gegen Depressionen. Sie wirken allerdings erst nach einigen Wochen regelmäßiger Einnahme. Tee aus Baldrian, Melisse, Hopfen und Passionsblume bessern Schlafstörungen, Fenchel, Anis und Kümmel Verdauungsstörungen. Sitzbäder mit Ringelblume lindern Entzündungen der Scheide, kalte Fußwickel Schlafstörungen und Hitzewallungen. Entspannungsübungen wie Yoga und autogenes Training helfen, das innere Gleichgewicht zu stärken.

/ Redaktion 26.12.2013 / Foto: © roboriginal - Fotolia.com

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