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Diabetes-Erkrankungen rechtzeitig erkennen

Nicht rechtzeitig behandelt zieht die Diabetes-Erkrankung Blutgefäße in Mitleidenschaft. Durch Diabetes wird deshalb das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Erblindung erhöht. Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung und Übergewicht gelten als Hauptursachen für eine Diabetes-Erkrankung. Diabetes Diabetes (insbes. Diabetes mellitus) kann dabei bereits als Volkskrankheit angesehen werden - in Deutschland sind derzeit bis zu 8 von 100 Erwachsenen von Diabetes betroffen. Wird eine Diabetes-Erkrankung jedoch früh genug erkannt, lassen sich Spätfolgen des Diabetes in den meisten Fällen vermeiden. Oft genügt bereits die Umstellung der Ernährung, die begleitende Einnahme von Medikamenten oder eine Behandlung mit Insulinsensitizern.

Diabetes insipidus

Es handelt sich um eine Hormonmangelerkrankung, bei der die Nieren nicht in der Lage sind, den Harn durch Wasserentzug (Rückresorption) zu konzentrieren.

Diabetes mellitus

Beim Diabetes mellitus (auch als Zuckerkrankheit bekannt) handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Es werden zwei Typen unterschieden: Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Es existieren darüber hinaus einige Sonderformen und den Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes).

Typ-1-Diabetes

Der Typ-1-Diabetes (auch als juveniler Diabetes bekannt) beginnt meist in der Jugend. Der Typ-1-Diabetes entsteht durch eine immunologische Zerstörung der Inselzellen des Pankreas (=Bauchspeicheldrüse). Diese Inselzellen produzieren das Hormon Insulin, das für die Verwertung der Glukose aus der Nahrung verantwortlich ist. Durch die Zerstörung der Inselzellen kommt es zu einem absoluten Insulinmangel. Die Glukose aus der Nahrung kann nicht mehr abgebaut werden, und der Blutzuckerspiegel steigt. Die Behandlung des Typ-1-Diabetes geschieht durch die Verabreichung von Insulin.

Typ-2-Diabetes

Der Typ-2-Diabetes (auch als Erwachsenen- oder Alters-Diabetes bekannt) entwickelt sich in der Regel im höheren Lebensalter. Der Typ-2-Diabetes ist dadurch gekennzeichnet, dass die Körperzellen, an denen das Insulin wirken soll, nicht mehr ausreichend auf Insulin reagieren. Sie sind dem Insulin gegenüber unempfindlich geworden. Ein solcher relativer Insulinmangel, auch Insulinresistenz genannt, wird als Folge anhaltend hoher Blutzucker- und Insulinspiegel gesehen, wie sie z.B. bei Übergewichtigen zu beobachten sind. Die Therapie des Typ-2-Diabetes erfolgt stufenweise: Zunächst wird mit einer Diät versucht, den Blutzuckerspiegel allgemein zu senken. Sind die Diätmaßnahmen zur Behandlung nicht ausreichend, werden in der Folge blutzuckersenkende Medikamente und im fortgeschrittenen Stadium auch Insulin verabreicht.

Diabetes erkennen

Symptome von Diabetes können sowohl durch den erhöhten Blutzucker auftreten als auch durch Folgeschäden, die an den entsprechenden Organen oder Geweben verursacht werden auftreten.

Ausgelöst durch erhöhten Blutzucker tritt bei Betroffenen häufig übermäßiger Durst auf. Aber auch häufiges Wasserlassen, Müdigkeit und Leistungsminderung, Abwehrschwäche (Immunsuppression), Übelkeit und Erbrechen können Symptome von erhöhtem Blutzucker sein.

Ein Typ 2-Diabetes ist im Gegensatz zum Typ 1 oft lange Zeit ohne Symptome und ist daher schwerer zu erkennen. Eine Untersuchung ist daher angezeigt bei Eine Untersuchung auf Typ 2-Diabetes sollte durchgeführt werden bei

  • Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung,
  • Sehstörungen,
  • Nerven-/Empfindungsstörungen (Polyneuropathie),
  • Kribbeln an den Fußsohlen (Ameisenlaufen),
  • Impotenz,
  • übermäßigem Durst,
  • häufigem Wasserlassen,
  • Infektionsneigung (auch Pilzinfektionen und Furunkel)
  • Wundheilungsstörungen

2009-04-18 von Frank Ristau


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