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Die wichtigsten Fakten zum Thema Schweinegrippe

Bei der Schweinegrippe handelt es such um eine Atemwegserkrankung bei Tieren, die insbesondere bei Schweinen vorkommt. Verursacht wird die Krankheit durch ganz bestimmte Influenzaviren des Typs A. Die Krankheit verläuft in der Regel gutartig und zeigt eine eher geringe Letalität.

Momentan gilt als sicheres Zeichen der pandemieartigen Ausbreitung, dass sich die Schweinegrippe doch von Mensch zu Mensch übertragen kann und nicht nur vom Tier auf den Menschen. Ein ganz wichtiger Hinweis, was die Übertragbarkeit der Schweinegrippe anbelangt, ist die Tatsache, dass man sich nicht durch den Verzehr von Schweinefleisch an der Schweinegrippe anstecken kann.

Die Symptome der Schweinegrippe sind Vergleichbar denen der normalen Grippe. Nach der sogenannten Falldefinition der Grippe vom Typ A-H1N1 muss auftretendes Fieber jedoch einmal höher ausfallen. Zusätzlich kommen Symptome einer sehr akuten Atemwegsinfektion hinzu, die von den Medizinern als Schnupfen, Halsschmerzen oder Dyspnoe bezeichnet werden. Zusätzlich klagen Patienten unter Umständen zusätzlich über einen dauerhaften Durchfall und stark ausgeprägte Übelkeit und Appetitlosigkeit. Auch können weitere Symptome auftreten oder auch typische Grippesymptome ausbleiben. Generell sollte bei Grippe-Symptomen ein Arzt auf zu suchen, denn nur dieser kann laut der Laboruntersuchungen die genaue Diagnostik vornehmen.

Die Infektionswege der Schweinegrippe sind ebenfalls vergleichbar der humane Influenza-Infektion. Man spricht hier von der sogenannten Tröpfcheninfektion, wie sie bei Husten oder Niesen auftritt. Bei dieser Form der Grippe handelt es sich nachgewiesen um sehr neue Virenstämme, die sich zudem sehr schnell ausbreiten. Dies geschieht, weil keine natürliche Immunität vorhanden ist. Betroffene Patienten sind so lange ansteckend, wie die Symptome der Grippe anhalten. Dabei kann es sich um einen Zeitraum bis zu sieben Tagen nach dem Ausbruch handeln. Im Einzelfall und bei Kindern kann die Ansteckungsgefahr viel länger andauern.

Schützen kann man sich vor der Schweinegrippe nur durch drastische Maßnahmen, in vielen Ländern ist das Tragen von Handschuhen und Mundschutztüchern Pflicht. Viele Medizinerraten, auf das Händeschütteln zu verzichten, denn auch hierdurch kann das Virus übertragen werden. Gegebenenfalls sollten große Menschenansammlungen gemieden werden, denn gerade hier ist ein erhöhtes Ansteckungsrisiko gegeben. Die gründliche und vor allem regelmäßige Reinigung der Hände sollte eingehalten werden, auch sollte ein Handdesinfektionsmittel verwendet werden, um eine Infektion mit der Schweinegrippe zu vermeiden.

Für den Menschen gibt es bislang noch keine wirksamen Medikamente, die direkt gegen die Schweinegrippe eingesetzt werden könnten. Ein Impfstoff ist somit also auch nicht vorhanden, allerdings sollen nach neusten Erkenntnissen, die Medikamente Tamiflu und Relenza, nachgewiesen erste Erfolge bei der Behandlung der Schweinegrippe gezeigt haben. Diese Medikamente reduzieren und behindern unspezifisch die Vermehrung von Influenza-A- und Influenza-B-Viren im menschlichen Körper. Die genannten Medikament sind alle verschreibungspflichtig, müssen aber von allen Kassen kostenpflichtig übernommen werden.

Oseltamivir oder Tamiflu hemmt das Enzym, dass zur Vermehrung im Körper benötigt wird. Es kann auch schon bei Kindern ab einem Jahr angewendet werden, allerdings ist hierbei mit Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen zu rechnen. Zanamivir wirkt ebenfalls blockierend auf das Virus, allerdings ist es erst bei Kindern ab 12 Jahren und bei Erwachsenen anzuwenden. Das Medikament muß inhaliert werden, was wiederum zu Nebenwirkungen wie Atemnot und auch zu Asthma führen kann. Wichtig für beide Mittel ist die sofortige Einnahme nach Feststellung der Erkrankung. Eine vorbeugende Wirkung der Medikamente ist nicht nachgewiesen.

Das Auswärtige Amt rät, von nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Länder, in denen die Schweinegrippe Akut nachgewiesen wurde ab. Auch der Reiseveranstalter TUI hat reagiert und hat in den vergangenen Tagen alle Reisen nach Mexiko Stadt abgesagt. Die Reisen, die schon gebucht worden sind, sollten storniert werden, denn dies ist problemlos und kostenlos möglich. Grundlage für diese Entscheidung ist die Tatsache, dass eine Reise durch diese momentane Situation erheblich beeinträchtigt wäre, man dies aber zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht absehen konnte.

18.6.2009 von Redaktion

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