Berlin

Medizin und Gesundheit in Bremen

Bremen ist Sitz der Landesregierung des kleinsten Bundeslandes Deutschlands. Bremen erstreckt sich auf einer Fläche von 325 und Bremerhaven lediglich 80 Quadratkilometer. Die beiden Städte bilden seit 1947 das gemeinsame Bundesland Bremen.

In der Stadt Bremen leben etwas mehr als eine halbe Million Einwohner (545.869 im Juni 2006) und in Bremerhaven 116.865. Zwischen 1980 und 1995 sank die Bevölkerungszahl im Land Bremen um ca. 2 Prozentpunkte.

Die Gruppe der etwa 30 Jährigen bildet die zahlenmäß größte Altersgruppe, gefolgt von der Gruppe der 55-60 Jährigen. Während in den jüngeren Altersgruppen die Zahl der Männer überwiegt, besteht seit dem Jahrgang 1940 ein deutlicher Frauenüberschuß infolge des Zweiten Weltkrieges. Die im Land Bremen lebende ausländische Bevölkerung ist allerdings durch eine gänzlich unterschiedliche Altersstruktur gekennzeichnet. Der Kinderanteil ist überproportional hoch, jede/r zehnte in Bremen lebende Ausländer/in ist 20 bis 25 Jahre alt, in fast allen Altersgruppen ist ein deutlicher Männerüberschuß festzustellen.

Die Zahl der unter 15-jährigen Kinder im Land Bremen lag 1995 bei 94.289. Gegenüber 1980 ist damit die Zahl der Kinder um 17.377, das entspricht mehr als 15%, gesunken. Mit einem Anteil von 15,4% an der Gesamtbevölkerung liegt in der Stadt Bremerhaven der Kinderanteil über dem der Stadt Bremen (13,5%). Vergleichbar niedrige Anteile von Kindern finden sich bundesweit nur noch in den beiden anderen Stadtstaaten Hamburg und Berlin. Die Zahl der über 65 Jährigen ist von 122.800 im Jahr 1980 auf 120.000 im Jahr 1995 gesunken; ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ist jedoch mit 17,7% gleich geblieben. Während im Jahr 1985 noch 3.251 mehr Menschen starben als geboren wurden, betrug die Differenz 1995 nur noch 1.946.

Im Jahr 1984 hatte die Geburtenzahl im Land Bremen mit 5.240 Geburten einen Tiefstand erreicht. Die meisten Kinder, genau 6.895, wurden im Jahr 1990 geboren. Im Jahre 1995 lag die Geburtenzahl bei 6.429. Bremen liegt mit seiner allgemeinen Fruchtbarkeitsziffer über dem Bundesdurchschnitt von 44,8. Dies resultiert nicht zuletzt daraus, daß im Land Bremen - verglichen mit dem Bundesgebiet - überdurchschnittlich viele Ausländerinnen leben, die eine deutlich höhere allgemeine Fruchtbarkeitsziffer aufweisen.

In der Stadt Bremerhaven bekommen Frauen am häufigsten mit durchschnittlich 26 Jahren Kinder - drei Jahre früher als in der Stadt Bremen. Zudem werden in der Stadt Bremerhaven mehr Kinder geboren als in der Stadt Bremen: Die allgemeine Fruchtbarkeitsziffer der Stadt Bremerhaven liegt im Jahr 1995 mit 50,9 über der Rate der Stadt Bremen (45,0).

Die Zahl der im Land Bremen durchgeführten Schwangerschaftsabbrüche hatte im Jahr 1983 mit knapp 7.000 Abbrüchen (Bremerinnen und Auswärtige) einen Höchststand erreicht. Seitdem geht die Anzahl der Abbrüche kontinuierlich zurück; sie lag 1995 noch bei 3.332 Abbrüchen. 1996 ist die Zahl der in Bremen durchge- führten Abbrüche wieder leicht angestiegen (auf 3.705). Bis einschließlich 1990 haben zu etwa 60% niedersächsische Frauen Abbrüche in Bremen vornehmen las- sen, seit 1993 ist dieser Anteil auf etwa 50% zurückgegangen.

Haupttodesursache sind immer noch Herz-Kreislauferkrankungen, ihnen erlag 1995 im Land Bremen jede bzw. jeder zweite Verstorbene, von denen al- lein ein Viertel am Herzinfarkt verstorben sind. Jeder vierte Todesfall ist auf eine Krebserkrankung zurückzuführen, so daß insgesamt drei Viertel aller Todesfälle mit diesen beiden Erkrankungsgruppen zu erklären sind. An zweiter Stelle stehen im Land Bremen die bösartigen Neubildungen, 1995 verstarben 1.050 Männer und 1.059 Frauen an einem Krebsleiden. Die Krebssterblichkeit hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert.

Im Jahr 1995 wurden von Krankenhäusern des Landes Bremen insge- samt 176.248 Entlassungen gemeldet. Davon entfielen auf Krankenhäuser der Stadt Bremen 138.176 Entlassungen - dies entspricht einem Anteil von etwa 80% - und auf Krankenhäuser der Stadt Bremerhaven 38.072 - dies entspricht einem Anteil von rund 20 %.

Die Versorgung im Land Bremen wird von 15 Krankenhäusern gewährleistet. Davon werden zwölf in der Stadt Bremen und drei in der Stadt Bremerhaven betrieben. An der Spitze der Krankenhausbehandlungen standen 1996 Neubildungen mit 27.665 Behandlungsfällen. Fast gleichbedeutend waren Herz-Kreislauferkrankungen mit 15,04% oder 27.562 Krankenhausbehandlungen. Dabei ist etwa jeder dritte Patient nicht in Bremen wohnhaft.

Im Land Bremen gab es Ende 1995 1.135 niedergelassene Ärzte. Davon entfielen 942 auf die Stadt Bremen und 193 auf die Stadt Bremerhaven. Bezogen auf die Bevölkerungszahl (Stichtag: 31.12.1995) versorgt damit - über alle Facharztgruppen hinweg betrachtet - ein Arzt in der Stadt Bremen 583 Einwohner und in der Stadt Bremerhaven 676 Einwohner. Dadurch bildet sich das Gesamtverhältnis von einem Arzt auf 598 Einwohner im Land Bremen. Bezogen auf ausgewählte Facharztgruppen zeigt sich, daß der höchste Versorgungsgrad bei Kinderärztinnen und -ärzten sowie bei Allgemeinmedizinern erreicht wird.

Zwischen 1991 und 1995 hat sich im Land Bremen die Zahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte um 68% erhöht.Diese massive Zunahme ist in der Beschränkung der Niederlassungsfreiheit durch das Gesundheitsstrukturgesetz begründet, welches kurz vor der Verabschiedung im Jahr 1992 noch einmal einen Niederlassungsboom auslöste.

Quelle: soziales.bremen.de / Landesgesundheitsbericht (Stand 2000)

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