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2005-10-14
Berlin (ots) - Als Muster ohne Wert hat der Vorstandsvorsitzendevon Deutschlands größter Betriebskrankenkasse, Deutsche BKK Chef RalfSjuts, die Rahmenvereinbarung zur Begrenzung der Arzneiausgabenbezeichnet. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und dieKrankenkassen hätten ein Papier verabschiedet, dem die nötigeVerbindlichkeit fehle. Zudem kritisierte Sjuts, dass bereits dieEntwicklung für 2005 nicht mit dem nötigen Mass an Realitätssinnbeurteilt werde.
So seien zwar die Kostensteigerungen für 2005 von der KBV auf 8,1% nach oben korrigiert worden. Faktisch würden aber Werte weitoberhalb von 10 % erreicht. Das prognostizierte Gesamtvolumen bei denArzneiausgaben werde nicht bei den unterstellten 22 Mrd. Euro liegen,sondern um 25 Mrd. Euro rangieren. Dies werde voraussichtlich genausowenig Folgen für die Ärzteschaft nach sich ziehen, wie dieBudgetüberschreitungen der vergangenen Jahre. "Vor diesem Hintergrundsind Steigerungen von 4,8 % für 2006 kaum als verbindlicheinzuschätzen. Für die angestrebten Zielvereinbarungen undWirtschaftlichkeitsreserven sind keinerlei Vorgaben getroffen,sondern nur grobe Schätzwerte. Die angegebenen Werte - allein bei denMagensäurehemmern mit rund 325 Millionen Euro mehr als die Hälfte desheutigen Volumens - drücken nicht mehr als Wunschdenken aus." Wennnicht wirksame Weichen gestellt würden, blieben die Effizienzreservenvon bis zu 2 Milliarden Euro durch qualitativ gleichwertige, aberrationale Verordnung von Arzneimitteln weiter ungenutzt. Allein durchden verstärkten Einsatz von Generika ließen sich bereits 900Millionen Euro Einsparungen jährlich erzielen.
Die KBV habe damit einen taktischen Schachzug unternommen, der vorEingriffen des Gesetzgebers zur Ausgabenbegrenzung schützen solle.Für die Kassen sei ein verlässliche Haushaltsplanung für 2006 aufdieser Grundlage nicht möglich. Ohne verbindliche Vereinbarungen mitden Kassenärztlichen Vereinigungen bleibe es beim unkalkulierbarenDruck auf die Beitragsentwicklung durch die Arzneikosten.
Originaltext: Deutsche BKKDigitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50972Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50972.rss2
Pressekontakt:Rainer Brenker05361 / 183 693 0171 / 860 23 39 rainer.brenker@deutschebkk.de
Arzneimittelausgaben müssen verbindlich begrenzt werden / Rahmenvereinbarung zwischen KBV und Kassen ist nur weiße Salbe
So seien zwar die Kostensteigerungen für 2005 von der KBV auf 8,1% nach oben korrigiert worden. Faktisch würden aber Werte weitoberhalb von 10 % erreicht. Das prognostizierte Gesamtvolumen bei denArzneiausgaben werde nicht bei den unterstellten 22 Mrd. Euro liegen,sondern um 25 Mrd. Euro rangieren. Dies werde voraussichtlich genausowenig Folgen für die Ärzteschaft nach sich ziehen, wie dieBudgetüberschreitungen der vergangenen Jahre. "Vor diesem Hintergrundsind Steigerungen von 4,8 % für 2006 kaum als verbindlicheinzuschätzen. Für die angestrebten Zielvereinbarungen undWirtschaftlichkeitsreserven sind keinerlei Vorgaben getroffen,sondern nur grobe Schätzwerte. Die angegebenen Werte - allein bei denMagensäurehemmern mit rund 325 Millionen Euro mehr als die Hälfte desheutigen Volumens - drücken nicht mehr als Wunschdenken aus." Wennnicht wirksame Weichen gestellt würden, blieben die Effizienzreservenvon bis zu 2 Milliarden Euro durch qualitativ gleichwertige, aberrationale Verordnung von Arzneimitteln weiter ungenutzt. Allein durchden verstärkten Einsatz von Generika ließen sich bereits 900Millionen Euro Einsparungen jährlich erzielen.
Die KBV habe damit einen taktischen Schachzug unternommen, der vorEingriffen des Gesetzgebers zur Ausgabenbegrenzung schützen solle.Für die Kassen sei ein verlässliche Haushaltsplanung für 2006 aufdieser Grundlage nicht möglich. Ohne verbindliche Vereinbarungen mitden Kassenärztlichen Vereinigungen bleibe es beim unkalkulierbarenDruck auf die Beitragsentwicklung durch die Arzneikosten.
Originaltext: Deutsche BKKDigitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=50972Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_50972.rss2
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