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Zum 65. Mal hilft das Friedensdorf Kinder in Afghanistan
Dinslaken : In der kommenden Woche wird das Friedensdorf zum 65. Mal Mädchen und Jungen aus Afghanistan nach Deutschland holen. Die Kinder sind krank oder verletzt und können in ihrer Heimat keine Hilfe bekommen, ihre Familien selbst keine Behandlung im Ausland finanzieren. In Deutschland kann den Kindern sehr wohl geholfen werden und so setzt sich das Friedensdorf erneut dafür ein, ihnen zu ihrem Recht auf eine medizinische Behandlung und damit zu einer Chance auf ein gesundes Leben zu verhelfen.
Diese Hilfe kommt auch kleinen Patienten aus Tadschikistan, Usbekistan, Armenien und Georgien zu Gute. Insgesamt ergibt sich eine Gruppe von voraussichtlich annähernd 100 Kindern, die am 15. August die Reise ins ferne Deutschland antreten soll. Für alle Kinder liegen Pässe und Visa vor, so dass formal alle Vorkehrungen getroffen sind. Es bleibt zu hoffen, dass keine anderweitigen Schwierigkeiten auftreten werden. Erst vor einigen Tagen teilten die tadschikischen Partner mit, dass zwei Kinder aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen zwischen der tadschikischen Armee und islamistischen Untergrundkämpfern in der Region Berg-Badachschan im Grenzgebiet zu Afghanistan nicht am Hilfsflug teilnehmen können. Die Familien des achtjährigen Mädchens und des elfjährigen Jungen konnten aufgrund der Kämpfe die entlegene Region im Pamir-Gebirge nicht verlassen, um rechtzeitig in der Hauptstadt die Pässe für die Kinder zu erhalten.
Drei Tage nachdem die neuen Patienten in Deutschland angekommen sind, wird sich eine zweite Gruppe in entgegengesetzter Richtung auf den Weg machen. Am 18. August werden die genesenen Kinder das gecharterte Flugzeug des Friedensdorfes betreten, das sie zurück zu ihren Familien bringt. Von Düsseldorf aus wird in Armenien, Usbekistan und Afghanistan zwischengelandet, bevor im tadschikischen Duschanbe der Zielflughafen erreicht ist. Mit von Bord und in die Hände der Friedensdorf-Partner gehen stets auch medizinische Hilfsgüter, die die Versorgung vor Ort verbessern helfen.
Umfassende Vorbereitungen
Von Ende Juli bis Anfang August war bereits ein Friedensdorf-Einsatzteam in Kabul, um gemeinsam mit den Partnern des "Roten Halbmondes" die Vorbereitungen vor Ort durchzuführen. Die Ausstellung der Visa für die Kinder nimmt stets einige Zeit in Anspruch und gestaltete sich dieses Mal aufgrund veränderter formaler Anforderungen schwieriger als gedacht. Unter anderem wegen dieser vorangehenden bürokratischen Herausforderungen ist der so genannte Vorflug unabdingbar. Darüber hinaus wurden dem Einsatzteam auch dieses Mal wieder rund 600 kranke und verletzte Kinder vorgestellt, von denen einige nun zur Behandlung nach Deutschland kommen werden. Für manche Kinder ließ sich vor Ort eine Lösung finden, wohingegen in manchen besonders schweren Fällen den Familien eine Absage erteilt werden musste, weil auch in Deutschland kein Behandlungserfolg in Aussicht gestellt werden kann und der Flug ein zu hohes gesundheitliches Risiko darstellen würde. Besonders vor diesem Hintergrund zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, im Heimatland der Kinder Strukturen zu schaffen, die eine Versorgung in unmittelbarer Nähe sicherstellen.
Dass die Charterflüge des Friedensdorfes in den letzten Jahren so regelmäßig stattfinden konnten, ist der großen Unterstützung durch die "Sternstunden" zu verdanken. So finanziert die Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks auch diesen 65. Hilfsflug des Friedensdorfes.
Kontakt: Friedensdorf International Heike Bruckmann Tel.: 02065-4974133 E.Mail: offen@friedensdorf.de
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