Massage

Klassische Massage

Die Massage ist eine der ältesten Heilmethoden. Bereits in Asien und Afrika wurde die klassische Massage vor ca. 4000 Jahren angewendet, häufig in Verbindung mit ätherischen Ölen.

Massage

Der griechische Arzt Hippokrates und Asklepiades sahen die Massage bereits 500 - 56 Jahre vor der Zeitrechnung als wichtiges Heilmittel an. Neben der Massage kannte man im Altertum Behandlungsmethoden, die an heutige Reflexzonentherapien erinnern, wie die Akupunktur. Im Jahre 980- 1037 wurde die Massage in Arabien als eine Maßnahme medizinischer Behandlung beschrieben. Der eigentliche Aufschwung der Massage ist dem schwedischen Arzt Ling (1776-1839) zu verdanken, der die Massage in Zusammenhang mit Bewegungsübungen entwickelte. Mezger aus Amsterdam entwickelte in der Zeit um 1870 die Massage weiter, und stellte eine Systematisierung von therapeutischen Indikationen auf. Von ihm ausgebildete Ärzte lehrten die Massage in der ganzen Welt. Und Mezger bildete auch Nichtakademiker zu Masseuren aus. Kirchberg erweiterte 1926 die Methoden der klassischen Massage. Die klassische Massage ist in ihrer Ausführung und Technik eindeutig von sich daraus entwickelten Spezialmethoden, wie der Bindegewebsmassage oder der Periostbehandlung abgrenzbar.

Die Wirkungen der klassischen Massage sind sehr umfangreich. Bereits nach den ersten Handgriffen ist eine bessere Durchblutung und eine Erwärmung des Gewebes nachweisbar. Durch die verbesserte Durchblutung ist das Gewebe in der Lage, Stoffwechselendprodukte (CO2 und Milchsäure) besser über die Blut- und Lymphbahn abzutranportieren. Bestehende Hautverklebungen zwischen Haut und Unterhaut sowie zwischen Unterhaut und Muskelfazie werden in der klassischen Massage vorsichtig gelöst. Dadurch werden Verhärtungen und Verspannungen, die oftmals auch schmerzhaft sind, schonend beseitigt. Besonders durch Knetungen an den Muskeln wird deren Muskelfunktion deutlich verbessert. Auch auf die Atemwege haben bestimmte Grifftechniken aus der klassischen Massage eine sekretlösende Wirkung. Sie kommen besonders bei Erkrankungen der Bronchien und der Lunge zur Anwendung. Je nach Körperteil der massiert wird, ist ein bestimmter Aufbau mit den dazugehörigen Grifftechniken geboten. Hier besteht die Möglichkeit von Teilkörpermassagen und Ganzkörpermassagen. Zu den Teilkörpermassagen gehören zum Beispiel die Gesichtsmassage, die Rückenmassage oder die Beinmassage. Sehr häufig wird bei Myegelosen (Muskelverhärtungen) der Nacken- und Schulterbereich massiert. In der klassischen Massage wird bei Teil- oder Ganzkörpermassagen zur Einstimmung des Patienten und zur Vorbereitung der Muskulatur immer mit Streichungen begonnen. Diese werden auch zwischen den verschiedenen Handgriffen und am Ende der Behandlung ausgeführt. Oftmals ist es empfehlenswert, bereits vor der Massage Wärmeanwendungen, wie Fango oder Infrarotlicht zu nutzen, da hierbei bereits eine Erwärmung des Gewebes und eine Durchblutungsanregung erfolgt. Durch die unterschiedlichen Massagegriffe ist es je nach Indikation möglich, den Muskeltonus zu korrigieren. Der Behandler hat die Möglichkeit, die Muskelspannung herabzusetzen oder zu erhöhen. Ganz- oder Teilkörpermassagen wirken immer auch auf die Psyche des Patienten sehr wohltuend und ausgleichend.

Um die Wirkungsweise der klassischen Massage zu verbessern, sollte der Patient unbedingt nach der Massagebehandlung eine Ruhepause von mindestens 20 Minuten einlegen.

/ Redaktion, 30.6.2009


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