Musiktherapie

Musiktherapie

Die Musiktherapie hat sich in unserer Modernen Heilkunde zu einer festen und erfolgreichen Größe entwickelt, so dass der Beruf Musiktherapeut, heute zu einem eigenständigen Berufszweig gehört. Dabei ist die Musiktherapie durchaus keine Erfindung der Neuzeit, denn eine Heilung durch Musik lässt sich bis in die frühe Antike zurückverfolgen. In dieser Zeit, versetzten sich die Menschen durch Töne und Laute in Tronc, um Dämonen zu vertreiben und Götter zu beschwören. Alte Schriften belegen, schon viele Völker im Altertum glaubten, dass sich kranke Menschen außerhalb jeglicher Ruhe befinden und den Zustand der inneren und seelischen Harmonie, durch musikalische Klänge wieder hergestellt werden kann. Zu Zeiten der Renaissance und dem Barock zwischen dem15. und 17. Jahrhundert, fanden das Interesse am Zusammenhang zwischen Musik, menschlichen Emotionen und Melancholie großen Zuspruch. Schon zu dieser Zeit, richteten die so genannten Heiler ihr Hauptaugenmerk auf die Regulation des Blutes im Zusammenhang von Schwingungen. Ende des 18. bis weit hinein ins 19. Jahrhundert, betrachtete man die Heilung durch Musik schon als psychologischen Schwerpunkt.

Die heutige Musiktherapie wird unterschieden in Aktive- und Rezeptive Musiktherapie (klassische Musiktherapie). Bei der Rezeptiven Musiktherapie, handelt es sich um eine Therapieform der künstlerischen Art und sie steht im engen Zusammenhang mit den Fächern Psychologie, Psychotherapie und Medizin. Verstanden wird die therapeutische Musiktherapie, als nonverbales Verfahren (verständigen ohne Worte) unter Zuhilfenahme des Mediums Musik. Dabei spielt der Therapeut eine selbst ausgesuchte, aber auf den Patienten abgestimmte Musik vor. Sinn und Zweck der Musiktherapie ist, die körperliche, geistige und seelische Gesundheit wieder herzustellen und zu erhalten. Früher orientierte sich diese Therapieform meist nur aus Teilen der Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Gestaltungstherapie und anderen Formen. Heute basiert die Musiktherapie auf der Evidenz basierten Medizin (auf Beweismaterial gestützte Heilkunde) und auf Patienten-typisch beobachtete Vorgänge, die auch wissenschaftlich belegt sind. International belegen über 3000 wissenschaftliche Studien, dass die heutigen bisher ausgeführten Musiktherapien der erwarteten Heilungschancen genügen.

Im Gegensatz zur Rezeptiven Musiktherapie, steht die Aktive Musiktherapie. Den Ausgangspunkt hierfür bilden das gemeinsame Musizieren des Therapeuten und dem Patienten. Bei der Kommunikation zwischen Patient und Therapeut, wird die Sprache durch musikalische Elemente ersetzt. Auf Grund der zahlreichen Anwendungsbereiche in dieser Therapieform, bezeichnet man diese auch als angewandte Psychotherapie. Diese Therapieform findet ihre Anwendungen unter anderem bei Psycho-neurotischen Störungen wie Zwänge oder Depressionen und im gesamten Feld der Psychosomatik. Die Aktive Therapie, wird seit einiger Zeit auch bei der Behandlung von Drogenabhängigkeit angewendet. Dabei unterscheidet man zwischen drei Formen, die Musiktherapie als Aktivierung, zur Korrektur des Verhaltens und zum regenerieren seines gestörten Lebens. Zudem wird in der Aktiven Musiktherapie noch einmal unterschieden zwischen Einzel- und Gruppentherapie. Die Einzeltherapie kommt dann zur Anwendung, wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Therapeuten noch nicht gefestigt ist, oder der Patient sich noch nicht in der Lage fühlt, sich in eine Gruppe zu etablieren.

Bei der Gruppen-Musiktherapie, kommuniziert der Therapeut mit mehreren Patienten zusammen. Dabei erhalten erst einmal alle Teilnehmer die Möglichkeit, verschiedene Formen der Kommunikation auszuprobieren. Das Musikinstrument, welches sich der Patient selbst auswählen kann, stellt das Medium dar mit dem er seine Gefühle zum Ausdruck bringen soll. Schon die Auswahl des Instruments, spielt für den weiteren Verlauf der Therapie eine wichtige Rolle. Dabei wird zum Ausdruck gebracht, in welcher Form der Patient gerade zu diesem Instrument steht. Auf jeden Fall ist es äußerst wichtig, dass sich der Patient mit dem Instrument identifizieren kann. Ungeeignet für die Musiktherapie sind Instrumente, für die der Patient gewisse Vorkenntnisse braucht. Dazu gehören zum Beispiel Klavier, elektronische Instrumente so wie Streich- und Blasinstrumente. Als ideale Instrumente haben sich zum Beispiel Xylophone, Trommeln oder ähnliches erwiesen. Ebenfalls können Patienten ihre Stimmung auch durch Klatschen, Stampfen oder Singen zum Ausdruck bringen. Nach neuesten Erkenntnissen, wird die Musiktherapie auch bei Tinnitus Patienten erfolgreich angewandt. Dabei geht es aber nicht darum, den Tinnitus aus dem Bewusstsein zu verdrängen, sondern den vom Tinnitus erzeugten neuronalen Kreislauf zu unterbrechen und zur ursprünglichen Form des Hörens zurückzukehren.


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