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Warum sollte eine Arzthomepage auf Flash-Technologie verzichten?

Websites, die mit der Flash-Technologie erstellt wurden sind einfach schön. Eine Arzthomepage mit Flash macht zunächst einen professionellen Eindruck. Die interaktiven Möglichkeiten von Flash können noch immer beeindruckend sein.

Nicht jede Flash-Seite stößt aber bei jedem Besucher - und damit dem potentiellen Kunden (bzw. bei Ärzten: Patienten) auf Akzeptanz.
Flash ist zwar eine sehr verbreitete Technologie (vgl. http://www.macromedia.com/software/player_census/flashplayer/penetration.html), Probleme mit Flash Seiten können dennoch aus ganz unterschiedlichen Gründen auftreten:

  1. Der User hat kein Flash-Plugin installiert: Nicht jeder hat das Flash-Plugin installiert. Z.B. wenn er von einem öffentlichen Terminal auf Ihre Arzthomepage zugreifen möchte (stellen Sie sich einen Touristen vor, der ein Internetcafe gefunden hat und von dort aus einen Arzt sucht. Auf die dort vorgegebene Installation hat er, selbst wenn er wollte, keinen Einfluß)
  2. Flash-Anwendungen sind auf mobilen Endgeräten (Handy, PDA) nicht darstellbar (stellen Sie sich o.g. Touristen vor, wenn er Versucht statt an einem öffentlichen Terminal, Ihre Seite über einen PDA/Handy zu lesen). Mobile Endgeräte mit Web-Browsern werden spätestens mit der Einführung von UMTS immer weitere Verbreitung finden.
  3. Der User ist sehbehindert und kann sich im Internet nur mit speziellen (Text-) Browsern, einer Braile-Zeile oder nur mit auf größte Schrift eingestellten Browsern zurechtfinden.
  4. Viele Firmen setzen Web-Filter ein, damit ihre Angestellten nicht zu viele Spiele vom Firmenrechner aus benutzen. In diesen Filtern werden häfig auf Flash-Inhalte eingetragen (.swf Dateien)
  5. Gewohnte Standard-Funktionen funktionieren in der Regel nicht (Zurückbutton, Favoriten, Suche im Text, Drucken, Teile aus der Seite herauskopieren...)
  6. URLs von Unterseiten können nicht kopiert oder gebookmarked werden. Damit ist es unmöglich, Unterseiten weiterzuempfehlen oder einen Link darauf zu setzen.
  7. Es handelt sich gar nicht um einen User sondern um eine Suchmaschine. Suchmaschinen verhalten sich im groben wie ein Text-Browser.

So sieht diese Seite mit dem Textbrowser (Lynx) aus. So wird diese Seite auch von Sehbehinderten und Suchmaschinen "gesehen"

Screenshot: Diese Seite mit dem Textbrowser angezeigt

Bin ich wirklich auf Flash angewiesen?

Eine Fragen, die Sie sich stellen sollten. Wie schon erwähnt: eine Flash-Site sieht erstmal gut aus. Aber können oder wollen Sie als Arzt auf die o.g. User-Gruppen verzichten? Besonders fatal wäre natürlich der Fall eines Arztes für Augenheilkunde, der sich ausschließlich durch eine Flash-Site nach aussen darstellt (diesen Fall habe ich allerdings noch nie gesehen).

HTML-Alternative anbieten

Wenn Sie nicht auf Flash (oder andere Techniken, die Browser-Plugins benötigen) verzichten möchten, bieten Sie den Besuchern Ihrer Arzthomepage doch einfach eine alternative HTML-Version an. Die einfachste Variante ist es, das Tool Macromedia Flash Search Engine SDK zu verwenden, um einfach eine HTML-Alternative zu erstellen. Mit einer HTML-Alternative müssen Sie weder auf Flash-Inhalte noch auf Suchmaschinentraffic verzichten.

Aussagekräftige Title-Tags und Meta-Angaben nutzen.

Nutzen Sie bei Flash-Seiten Title-Tags und Meta-Angaben (vor allem die Meta-Angaben "keywords" und "description") Wenn Suchmaschinen keine Inhalte auf einer Seite finden, greifen Sie auf diese HTML-Angaben zurück

Alternativen, die Sie nicht einsetzen sollten:

  1. Ich setze einfach "weiße Schrift auf weißem Hintergrund" unter oder über das eingebettete Flash
    Ein Vorgehen, das Suchmaschinen gar nicht gerne "sehen". Dies kann zur Abstrafung und im schlimmsten Fall zur Löschung aus dem Index führen.
  2. Ich schalte einfach eine Seite vor meine Flash-Seiten und leite per Javascript, Meta-Refresh oder Cloaking auf meine Hauptseite. Auf der vorgeschalteten Seite kann ich auch gleich meine Keywords, mit denen meine Patienten mich in der Suchmaschine finden sollen, auf der vorgeschalteten Seite unterbringen.
    Ein Vorgehen, das Suchmaschinen gar nicht gerne "sehen". Dies kann zur Abstrafung und im schlimmsten Fall zur Löschung aus dem Index führen. Zudem helfen diese optimierten Seiten dem Besucher Ihrer Seite nicht wirklich weiter. Sie möchten doch auch keine Webseiten lesen, die aus einer Aneinanderreihung von Keywords bestehen?
Wir (Med-Kolleg) behalten uns vor, solche Arzthomepages, die scheinbare Spam-Technologien einsetzen, nicht in unser Arzt, Klinik bzw. Apothekenverzeichnis aufzunehmen.

Frank Ristau, 24.9.2005

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