Alkoholismus / gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen

Zwar ist der Alkoholkonsum der Bundesbürger seit 1980 leicht rückläufig, jedoch ist der Verbrauch alkoholischer Getränke im internationalen Vergleich hoch. Momentan scheint sich der Alkoholkonsum auf ca. 11 Liter Alkohol pro Bundesbürger und Jahr eingependelt zu haben. Im Jahre 1960 waren es jedoch nur 7,3 Liter.
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Aktuell werden jährlich ca. 280 000 Führerscheine aufgrund der Überschreitung der zulässigen Promillegrenze eingezogen.

Neben der Einschränkung Verkehrstüchtigkeit bestehen die sozialen Folgeerscheinungen vor allem in den Bereichen der eigenen Familie (Partner und Kinder), dem Beruf und der finanziellen Situation, der Einschränkung sozialer Kontakte (vor allem Isolierung) und im Extremfall in auftretender Bereitschaft zu Kriminalität. Alkoholismus führt häufig dazu, dass Betroffene allmählich einem deutlichen sozialen Abstieg entgegengehen.

Angehörige leiden unter dem Alkoholismus ihrer Partner

Bemerkbar machen sich die Auswirkungen meist zuerst im familiären Umfeld. Rund acht Millionen Angehörige alkoholkranker Menschen leiden indirekt unter der Krankheit. Viele unterstützen den Partner bis zur Selbstaufgabe – in der Regel wird versucht, den Alkoholismus des Partner zu vertuschen. Hinzu kommen häufig Grobheiten bis hin zur Gewaltanwendung, Taktlosigkeiten und Geringschätzung.
Aufgrund der dauerhaften Überlastung leiden Partner häufig unter Nervosität, Schlaflosigkeit, Magenerkrankungen, Migräne oder gar an schweren psychischen Krankheiten wie Angstzuständen, Depressionen oder eigener Suchterkrankung.

Im Beruf leidet bei alkoholkranken Menschen häufig die berufliche Leistung. Nachgewiesen wurde, dass Alkoholkranke wesentlich häufiger arbeitsunfähig sind. Zudem wurde eine Steigerung der Unfallhäufigkeit am Arbeitsplatz festgestellt.

Alkoholismus – gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen

In den psychiatrischen Krankenhäusern bilden Alkoholkranke Patienten die größte Patientengruppe. Durch Alkoholismus entsteht Jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von mehreren Milliarden Euro, wenn man Produktionsausfälle, Frühberentung und Behandlungskosten berücksichtigt.
Etwa 20% der strafbaren Handlungen werden unter Alkoholeinfluss begangen. Neben einer Art der „Beschaffungskriminalität“ führt Alkohol unmittelbar zu Erregungs- und Enthemmungszuständen, die vor allem Gewalttaten begünstigen.

 

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