Heilwasser hilft bei starkem Schwitzen

Wer kräftig schwitzt, tut gut daran, natriumhaltige Heilwasser zu trinken. Studien zeigen, dass Wasser mit Natrium Schwitzverluste schneller und effizienter wieder ausgleichen. Durch Natrium geht weniger Flüssigkeit mit dem Urin wieder verloren. So braucht man weniger zu trinken, um ausgeschwitztes Wasser und Mineralstoffe zu ersetzen.
Heilwasser - Schwitzverluste ausgleichen

Wer bei Hitze arbeitet oder sportlich aktiv ist, kann bis zu zwei Liter pro Stunde ausschwitzen. Selbst beim Spaziergang oder beim Sonnenbaden geht über die Haut unbemerkt Flüssigkeit verloren. Mindestens zwei Liter Wasser pro Tag braucht der Körper jetzt, um die Verluste zu ersetzen, bei körperlicher Anstrengung auch deutlich mehr. Entscheidend ist jedoch nicht nur, wie viel, sondern auch was wir trinken. Mit dem Schweiß verlieren wir auch Mineralstoffe: vor allem Natrium sowie geringe Mengen an Kalium, Calcium und Magnesium.

Studien zeigen, dass Getränke mit ausreichend Natrium für einen schnelleren Ausgleich der Flüssigkeitsbilanz sorgen, da Natrium Wasser im Körper bindet. Deshalb sind Heilwässer, die ausreichend Natrium enthalten, bei Hitze ideal. Sie ersetzen nicht nur die Flüssigkeit, sondern auch die ausgeschwitzten Mineralstoffe und sorgen dafür, dass der Wasserhaushalt schnell wieder ins Lot kommt. Wie viel Natrium ein Wasser enthält, zeigt das Flaschenetikett.

Ein Liter Schweiß enthält im Schnitt etwa ein Gramm Natrium. So gehen mit dem Schweiß erhebliche Mengen an Natrium sowie weitere Mineralstoffe verloren. Der Mangel an Mineralstoffen kann schlapp machen und die Leistungsfähigkeit einschränken. Die Folge können beispielsweise Probleme beim Regeln der Körpertemperatur, Muskelkrämpfe, Nieren- und Kreislaufprobleme sein.

Von natriumreichen Wässern braucht man weniger zu trinken

Bei heißen Temperaturen entwickeln Sportler und körperlich schwer arbeitende Menschen häufig einen Natriummangel, wenn sie ihren Durst nur mit natriumarmen Getränken löschen. Um einen Natriummangel zu verhindern, greift man am besten zu Getränken, die den wichtigen Mineralstoff ersetzen. Dies hat noch einen weiteren Vorteil: Von einem natriumreichen Wasser braucht man im Vergleich zu einem natriumarmen Wasser etwa ein Drittel weniger zu trinken, um die Schwitzverluste auszugleichen.2 Denn Natrium hält die Flüssigkeit im Körper und verhindert, dass zu viel Flüssigkeit gleich wieder mit dem Urin ausgeschieden wird.

Laut Studien reichen bei einem Wasser mit gut einem Gramm Natrium pro Liter bereits 1,5 Liter, um einen Schwitzverlust von einem Liter zu ersetzen. Enthält das Wasser weniger als 20 mg Natrium, ist also natriumarm, muss man für den Ausgleich mehr als zwei Liter trinken. Denn von zwei getrunkenen Litern Wasser gehen bei einem natriumarmen Wasser mehr als die Hälfte (1,35 Liter) mit dem Urin wieder verloren. Von einem Wasser mit gut einem Gramm Natrium werden dagegen von zwei Litern nur etwas mehr als ein Viertel (0,6 Liter) wieder ausgeschieden.

Natriumreiche Heilwässer ersetzen Flüssigkeit und Mineralstoffe

Viele Heilwässer zeichnen sich durch einen besonders hohen Gehalt an Mineralstoffen aus. So eignen sie sich besonders gut als natürliche Getränke, die Flüssigkeit und Mineralstoffe schnell und effizient wieder auffüllen. Bei Hitze und starkem Schwitzen wählt man am besten ein Heilwasser mit ausreichend Natrium.

Übrigens: Auch Menschen mit erhöhtem Blutdruck können durchaus natriumhaltige Wässer trinken. Zum einen reagiert nur etwa die Hälfte der Bluthochdruck-Patienten auf Kochsalz (Natriumchlorid) mit einer Erhöhung des Blutdrucks. Zum anderen kommt in den meisten Heilwässern Natrium nicht als Kochsalz vor, sondern ist an Hydrogencarbonat gebunden. Und Natrium-Hydrogencarbonat-haltige Wässer erhöhen den Blutdruck nicht.

Natrium: der Wasserträger unseres Körpers

Der Mineralstoff Natrium erfüllt viele wichtige Aufgaben im Körper. Er leitet Nervenreize weiter und regt Muskeln zum Bewegen an. Natrium wird für die Aufnahme von Zucker- und Eiweißbausteinen in den Körper gebraucht und aktiviert viele Enzyme. Seine wichtigste Funktion ist jedoch das Regulieren des Wasserhaushalts. Gemeinsam mit dem Mineralstoff Kalium sorgt Natrium dafür, dass Zellen und Körperflüssigkeiten stets die richtige Menge an Wasser enthalten.
Mögliche Folgen eines Natrium-Mangels:

  • „Eindicken“ des Blutes (Fließfähigkeit nimmt ab)
  • Verringerte Leistungsfähigkeit
  • Muskelkrämpfe
  • Kreislaufprobleme
  • Störung der Herzfunktion
  • Apathie, Trübung des Bewusstseins

Wie viel Kochsalz enthält mein Wasser?

Ein hoher Natrium-Gehalt bedeutet nicht automatisch, dass ein Wasser viel Kochsalz enthält. Mit einer einfachen Formel lässt sich die Menge an Kochsalz berechnen:

Ist der Natrium-Gehalt höher als der Chlorid-Gehalt, teilt man die Chlorid-Menge durch 0,6. Beispiel: Natrium 850 mg/l und Chlorid 100 mg/l ergibt
100 : 0,6 = 166 mg Kochsalz pro Liter.

Ist der Natrium-Gehalt niedriger als der Chlorid-Gehalt, teilt man die Natrium-Menge durch 0,4. Beispiel: Natrium 66 mg/l und Chlorid 100 mg/l ergibt 66 : 0,4 = 165 mg Kochsalz pro Liter.

Wissenswertes finden Interessierte ebenfalls auf der Internetseite www.heilwasser.com. Hier steht auch ein Verzeichnis aller Heilwässer und ihrer Inhaltsstoffe zum Download bereit. Antworten auf häufige Verbraucherfragen und praktische Tipps bietet die neue Website www.heilwasser-ratgeber.de

Literatur:

  • Sharp, R.L.: Role of Sodium in Fluid Homeostasis with Exercise. J AM Coll Nutr. 2006, 25 (3 Suppl), 231S-239S
  • Merson SJ, Maughan RJ, Shirreffs SM.: Rehydration with drinks differing in sodium concentration and recovery from moderate exercise-induced hypohydration in man. Eur J Appl Physiol. 2008 Jul;103(5):585-94. Epub 2008 May 8.
  • Maughan RJ, Leiper JB: Sodium intake an post-exercise rehydration in man. Eur J Appl Physiol 71:311-319, 1995