Seitenstrangangina – Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Seitenstrangangina stellt eine eher selten auftretende Form der Rachenentzündung dar. Es handelt sich um eine Erkrankung, die vermehrt in der kalten Jahreszeit oder als Begleiterscheinung einer verschleppten Erkältung auftritt. Während die meisten Menschen schon mindestens einmal unter der akuten Form der Rachenentzündung gelitten haben, tritt die Form der sogenannten Seitenstrangangina nur äußerst selten auf. Dabei ist die genaue Diagnose für einen Laien häufig kaum festzustellen, denn ihre Symptome sind für gewöhnlich nur schwer von einer herkömmlichen Rachenentzündung zu differenzieren.

Halsschmerzen - Seitenstrangangina

Ursachen und Symptomatik einer Seitenstrangangina

Als Seitenstrangangina wird eine spezielle Art der akuten Rachenentzündung bezeichnet, bei welcher die Lymphbahnen des Rachens betroffen sind. Da jene sich an der hinteren Rachenwand befinden, einen Verlauf von oben nach unten vorweisen und beidseitig vorhanden sind, ist auch der Fachausdruck „Angina lateralis“ geläufig, was so viel wie seitlich bedeutet.

Im Allgemeinen ist eine Seitenstrangangina sehr selten. Ein besonderer Risikofaktor ist hierbei das Fehlen der Rachenmandeln, weswegen Menschen, die jene operativ entfernen ließen, stärker gefährdet sind, an einer Angina lateralis zu erkranken.

Grundsätzlich gleichen die Symptome einer Seitenstrangangina denen einer normalen Rachenentzündung. So zeigen sich auch hier zunächst ein leichtes Halskratzen, Hustenreiz und weitere, typische Merkmale einer einfachen Erkältung. Dies liegt daran, dass eine Seitenstrangangina in der Regel durch jene hervorgerufen wird, denn sie ist das Ergebnis einer Virusinfektion der oberen Atemwege. Beginnend mit einer Nasenschleimhautentzündung breiten sich die Erreger anschließend in der Rachenschleimhaut aus und es kommt zu starken Schluckbeschwerden, Schleimbildung und in manchen Fällen zu Fieber. Oftmals verschlimmert sich die Symptomatik zudem noch durch eine bakterielle Infektion.

Ist die Erkrankung daher erst einmal so weit fortgeschritten, werden auch endlich die eindeutigen Anzeichen einer Angina lateralis, stark geschwollene, rote Seitenstränge mit unzähligen, weißen Pünktchen, sichtbar.

Außerdem können zusätzlich Ohrenschmerzen auftreten, weil die Seitenstränge nahe der Verbindungsröhre zwischen Rachenraum und Ohren liegen.
Insofern kein Zweifel mehr daran besteht, an einer Angina lateralis erkrankt zu sein, gibt es dann verschiedene Behandlungsmethoden, um jene schnell sowie vollständig zu kurieren.

Therapien gegen eine Seitenstrangangina

Normalerweise verläuft eine Seitenstrangangina ähnlich der bekannten Rachenentzündungen. Wer an einer Angina lateralis erkrankt, dem ist absolute Bettruhe zu empfehlen. Auch altbewährte Hausmittel, wie Nasentropfen, Kamillentee, Halspastillen oder warme Halswickel, bringen eine rasche Linderung. Gerne dürfen jene mit einer Inhalation kombiniert werden, um den Heilungsprozess zu beschleunigen, denn so sollten die Symptome nach 3-6 Tagen wieder abklingen.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen der Krankheitsverlauf komplizierter ist. Besonders Menschen mit schwachem Immunsystem oder Vorerkrankungen sind daher für Komplikationen gefährdet, darunter Mittelohrentzündungen, starkes Fieber, Schmerzen oder Eiterabszesse im Rachenbereich. Unbehandelt könnten jene zu schwerwiegenden Folgen, wie Entzündungen von Niere oder Herzmuskel oder sogar einer Sepsis, führen.

Darum sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden, der den Betroffenen eingehend untersucht, einen Abstrich von der Rachenschleimhaut nimmt und gegebenenfalls ein Antibiotikum verordnet, welches die Erreger gezielt bekämpft.

Möglichst sollte zunächst der Kontakt zu anderen Personen vermieden werden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Ob eine Seitenstrangangina noch ansteckend ist, kann durch den Arzt festgestellt werden. Dazu wird ein Abstrich der Rachenschleimhaut genommen. Sind dort Erreger nachweisbar, ist der Patient nach wie vor ansteckend. Dies ist bei einer Behandlung mit Hausmitteln meist noch fünf Tage nach Ausbruch der Krankheit, bei einer Behandlung mit Antibiotika meist nur zwei Tage lang der Fall.


Mögliche Diagnosen nach ICD 10