Chiropraktik

Chiropraktik - spezielle Handgriffe helfen, Gelenkblockierungen zu lösen

Der Begriff Chiropraktik stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "mit den Händen ausführen". Bei der Chriropraktik werden die Gelenke, vor allem im Bereich der Wirbelsäule, manuell bearbeitet. Hierbei sollen spezielle Handgriffe helfen, Gelenkblockierungen zu lösen. Blockierungen der Gelenke können zu Irritationen des Nervensystems führen. Damit verbunden können Kopf-, Brust- oder Magenschmerzen sowie Ischiasbeschwerden auftreten.

Chiropraktik

Ziel der chiropraktischen Behandlung ist es nun, das Zusammenspiel von Gelenken und Muskulatur wiederherzustellen und so bestehende Schmerzen zu lindern beziehungsweise bestenfalls vollständig zu beseitigen.

Um die Chriropraktik anzuwenden, müssen Ärzte und Heilpraktiker in Deutschland eine spezielle Ausbildung ablegen, die in der Regel zwei bis drei Jahre dauert. Nach Ablegung dieser berufsbegleitenden Kurse dürfen diese Ärzte die Zusatzzbezeichnung Chiropraktiker tragen und Patienten entsprechend behandeln. Vor Anwendung einer Chiropraktik wird der Patient genaustens befragt; hierbei ist die Anamnese, das heißt die Krankenvorgeschichte des Patienten ebenso wichtig wie Auskunft über die Lage und Art der bestehenden Schmerzen. In einigen Fällen wird der Chiropraktiker eine Röntgenuntersuchung vornehmen, um Schäden an der Wirbelsäule (etwa Tumore oder Metastasen) auszuschließen. Nur so kann eine geeignete Behandlungsform gefunden werden.

Die im Anschluss an die Voruntersuchungen stattfindende Behandlung ist entgegen gängiger Meinungen nahezu schmerzfrei. Der Chiropraktiker unterscheidet verschiedene Behandlungsmethoden: wichtigste der Behandlungen ist die so genannte Manipulationsbehandlung; hierbei bewegt der Chiropraktiker die Flächen der Gelenke vorsichtig zueinander. Ziel ist es, dass die Gelenke nach der Behandlung wieder in ihre ursprüngliche Position zurückrutschen. Bei dieser Behandlung berichten viele Patienten von einem hörbaren Knacken, welches durch das Lösen der Blockade entsteht und völlig harmlos ist. Weichteile wie Muskeln oder Sehnen werden durch spezielle Massagetechniken und Dehnübungen behandelt. Ziel dieser Weichteilbehandlung ist die Verlängerung der Muskeln. Im Verlauf der Behandlung wird der Chiropraktiker seinem Patienten zudem verschiedene Übungen zeigen, welche dieser allein zu Hause absolvieren kann, um erneuten Beschwerden vorzubeugen. Wichtig ist es hier vor allem, die Muskeln entlang der Wirbelsäule durch gezielte Übungen zu kräftigen. Auch im Alltag sollte man auf die richtige Haltung achten; vor allem bei Personen mit überwiegend sitzender Tätigkeit äußerst wichtig!

Die Chiropraktik ist in Deutschland eine anerkannte Heilmethode, die immer dann angewandt wird, wenn organische Ursachen (beispielsweise im Bereich der Wirbelsäule ein Bandscheibenvorfall) ausgeschlossen werden können. Diese Behandlung ist bei korrekter Ausführung risikoarm; jedoch gab es schon Fälle, in denen Patienten einen Schlaganfall oder eine Querschnittslähmung als Folge der Chiropraktik erlitten. Patienten sollten sich vor der Behandlung deshalb genauestens von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen.



/ Redaktion 26.7.2009

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