2004-09-23

"Transparenz im Gesundheitswesen" / Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) und Kaufmännische Krankenkasse - KKH wollen Modellvorhaben auch 2005 fortsetzen


Hannover (ots) - Versicherte und Ärzte begrüßen Versand detaillierter Abrechnungen Ein bisher einmaliges Projekt in der deutschen Sozialversicherungsoll in die Verlängerung gehen: Die Kaufmännische Krankenkasse - KKHund die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN)beabsichtigen, die Laufzeit des vor gut einem Jahr gestartetenProjekts "Transparenz im Gesundheitswesen" um ein weiteres Jahr zuverlängern. Das Modellvorhaben, bei dem KKH-Versicherte detaillierteArztabrechnungen erhalten, ist von Patienten und Ärzten durchwegbegrüßt worden. Ein Jahr lang erhielten je Quartal rund 1.500 perZufallsstichprobe ausgesuchte KKH-Versicherte in Niedersachsen diekomplette Aufstellung ihrer Arztleistungen aus dem jeweils letztenAbrechnungszeitraum von der KVN zugeschickt. DieVersicherten-Informationen enthielten den Namen des Kassenarztes oder-psychotherapeuten, die Daten der Behandlungstage und dieabgerechneten Leistungen in allgemein verständlicher Sprache. Auchüber die Kosten in Euro wurde informiert. Die Patienten konntenanhand der Arztabrechnungen prüfen, ob die genannten Leistungen auchwirklich erbracht wurden. Beteiligt waren 7.401 Arztpraxen (65Prozent aller im KV-Bereich abrechnenden Praxen). Um Fragen zuklären, konnten Versicherte sowohl bei der KVN als auch bei der KKHeine Telefon-Hotline anrufen. Das Transparenzprojekt, dessen anteilig zu tragende Kosten sichbisher auf insgesamt rund 9.000 Euro beliefen, stieß auf lebhafteResonanz. Bisher haben, zwischen April 2003 und März 2004 (vierQuartale), 6.000 KKH-Versicherte schriftlicheAbrechnungsinformationen von der KVN erhalten. Von diesenangeschriebenen KKH-Versicherten haben 414 eine der beidenangebotenen Hotlines angerufen. 255 Versicherte teilten ohne weitereFragen mit, dass Daten und Abrechnung in Ordnung sind. 215 Anruferhatten den Wunsch nach weiterer, kontinuierlicher Information. 111Anrufer stellten Fragen zur Leistungslegende und 15 zum Datenschutz.19 Anrufer meinten, dass die ärztlichen Vergütungssätze zu niedrigsind. 93 Versicherte äußerten Zweifel an der Arztabrechnung. DieseZweifel konnten bei 52 Patienten ausgeräumt werden. In 41 Fällen (0,7Prozent) ermitteln KVN und KKH weiter und überprüfen dieAbrechnungsdaten im Detail. Rudolf Hauke, Vorstandsmitglied der Kaufmännischen: "Mit unseremerfolgreichen Modellprojekt wollen wir nicht nur möglicheAbrechnungsmanipulationen bekämpfen, sondern vor allem für mehrTransparenz sorgen. Wir setzen auf den mündigen, informiertenVersicherten als wichtiges Korrektiv im Gesundheitssystem."KVN-Vorsitzender Eberhard Gramsch möchte der überwiegenden Mehrheitder korrekt abrechnenden Ärzte den Rücken stärken. "Bei 99,3 Prozentaller beteiligten Kassenärzte und -psychotherapeuten gab es keineBeanstandungen der Abrechnung seitens der Patienten." Das gemeinsameProjekt unterstreiche das Interesse von KVN und KKH an einerkonstruktiven Zusammenarbeit. Wegen externer Einflüsse durch das GKV-Modernisierungsgesetz (GMG)halten Hauke und Gramsch eine längerfristige Betrachtung über 2004hinaus für sinnvoll. Redaktion: D. Haffke, W. Michall

ots Originaltext: KKH - Kaufmännische KrankenkasseIm Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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Kaufmännische Krankenkasse - KKH

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