2005-07-28

AWO: Reform der Pflegeversicherung ist überfällig


Bonn (ots) - Eine unverzügliche und grundsätzliche Reform derPflegeversicherung in Deutschland hat die Arbeiterwohlfahrt (AWO)verlangt. Dieses Vorhaben muss unmittelbar nach der Bundestagswahlangegangen werden, so die Forderung der AWO in einem aktuellenEckpunktepapier zum Thema "Ausgestaltung der Pflegeversicherung alsBürgerversicherung". Darin spricht sich die AWO für den Erhalt dersolidarischen Umlagefinanzierung und ihre Gestaltung alsBürgerversicherung aus.

Insbesondere angesichts der ständig steigenden Zahl vonPflegebedürftigen müsse die Pflege als eine gesamtgesellschaftlicheAufgabe begriffen werden, an deren Finanzierung sich alle Menschenentsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit zu beteiligenhätten. Dies bedeute konkret die Einbeziehung anderer Einkommensartenwie Zinserträge oder Pachten und die Zusammenführung von gesetzlicherund privater Pflegeversicherung.

Die aktuell diskutierten Alternativen zu einer umlagefinanziertenPflegeversicherung sind nach Ansicht der AWO keine Alternativen. Einsteuerfinanziertes Modell werde nur ein Minimum des Gesamtbedarfsabdecken, so dass von einer Absicherung des Pflegerisikos nicht mehrgesprochen werden könne. Der Vorschlag eines Kapital- undTeilkapitaldeckungsverfahrens führe in den nächsten Jahrzehnten zueiner unzumutbaren Doppelbelastung der aktiven Jahrgänge. Das seisozialpolitisch und unter dem Aspekt der Belastungsgerechtigkeitnicht vertretbar. Millionen Bürger müssten ihr persönlichesPflegerisiko absichern und gleichzeitig das auslaufendeUmlageverfahren zu Ende finanzieren, ohne Leistungen daraus erhaltenzu können.

Die Beteiligung der Kommunen an der Gestaltung der Altenhilfe imZusammenwirken mit den Pflegekassen muss nach Ansicht der AWOgestärkt werden. Sie hätten die Kompetenz für die Planung der lokalenVersorgungsstrukturen. In diesem Zusammenhang wird künftig dasbürgerschaftliche- und quartiersnahes Engagement eine wachsendeBedeutung erhalten, so die AWO. Kommunen und freie Wohlfahrtspflegesollten die Rahmenbedingungen dafür gemeinsam ausgestalten.

Originaltext: AWO-Bundesverband e.V.Digitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=15839Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_15839.rss2

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