2005-09-19

EMNID-Befragung zur peripheren arteriellen Verschlusskrankheit / (PAVK): Riskant: PAVK wird oft mit Venenschwäche verwechselt


Köln (ots) -

- Querverweis: Grafik wird über obs versandt. Die Vektordatei ist abrufbar unter http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=ogs abrufbar -

Die Deutschen verwechseln die schwer wiegende Durchblutungsstörungperiphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) häufig mit einerVenenschwäche. Dies brachte eine kürzlich durchgeführterepräsentative EMNID Umfrage unter 1051 Deutschen über 50 Jahre ansLicht. Das ist riskant: Denn unbehandelt kann eine PAVK zu einemSchlaganfall oder einem Herzinfarkt führen! Nur fünf Prozent derBefragten wissen, dass so genannte Thrombozytenfunktionshemmer einegeeignete Therapie der PAVK darstellen. Vor dem Hintergrund, dassjeder Fünfte über 65 an einer PAVK leidet, sind das viel zuwenige!

Die oft so harmlos als "Schaufensterkrankheit" bezeichnete PAVKist eine schwer wiegende Durchblutungsstörung der Beine oder in derLeistengegend. Jeder Fünfte über 65 Jahre in Deutschland ist davonbetroffen, am häufigsten Raucher. Weitere Risikofaktoren sind erhöhteBlutfettwerte, Diabetes und Bluthochdruck. Was sich zunächst durchSchmerzen in den Beinen äußert, kann über Jahre unbehandelt nicht nurzu erheblichen Gewebeschäden bis hin zur Amputation führen, sondernauch zu Schlaganfall und Herzinfarkt.

Verwechslung mit Venenschwäche riskant

Die EMNID-Umfrage zeigt: Zwar assoziieren 77 Prozent der Befragtenmit einer PAVK das Symptom "Schmerzen in den Beinen", aber beinaheebenso viele (60 %) denken, eine PAVK habe etwas mit Krampfadern zutun, fast die Hälfte (44 %) denkt an Arthrose (Gelenkverschleiß).Doch die Verwechslung der PAVK mit einer Venenschwäche ist riskant,denn so wird das Risiko der schweren Folgeerkrankungen dramatischunterschätzt.

Eher Bescheid wissen die Befragten über die Folgeerkrankung: DassSchlaganfall oder ein Herzinfarkt drohen können, ahnen immerhin 77bzw. 65 Prozent. Umso erstaunlicher, dass die wenigsten geeigneteTherapien kennen:Ein wirksames Mittel, um den Blutfluss in Gang zuhalten, sind moderne Thrombozytenfunktionshemmer. Sie verhindern dieBildung von Blutgerinnseln, so genannte "Thromben", und damit dengefährlichen Gefäßverschluss. Doch diese kennen nur fünf Prozent derBefragten.

Bekannt - aber gänzlich wirkungslos - dagegen sind etwa Knoblauch-oder Gingko-Dragees, die von 56 bzw. 38 Prozent nennen. 16 Prozentwissen gar nicht, welche Maßnahmen gegen verstopfte Arterien helfen.

PAVK: einfach zu messen

Dabei gibt eine einfache Methode, die so genannte ABI-Messung,Aufschluss darüber, ob eine PAVK vorliegt oder nicht: Der Arztvergleicht dabei den oberen (systolischen) Blutdruckwert der Arme mitdem der Knöchel. Bei gesunden Gefäßen sind die Werte annäherndgleich, der Quotient (der so genannte Knöchel-Arm-Index, engl. AnkleBrachial Index - ABI) muss bei etwa 1 liegen. Liegt der Quotientunter 0,9, leidet der Patient an einer arteriellenVerschlusskrankheit und ist damit gefährdet, einen Herzinfarkt oderSchlaganfall zu erleiden.

Quelle: Aktuelle repräsentative EMNID-Befragung, durchgeführt zwischen dem16.08. und 20.08.2005 unter 1051 Personen über 50 Jahre.Mehrfachnennungen waren möglich.



Originaltext: Publicis Vital PRDigitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=56787Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_56787.rss2

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