2005-09-19

Bauchfett treibt Herzinfarktrisiko in die Höhe! / Weltherztag am Sonntag: Deutsche Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie warnen vor Herzinfarkten durch Übergewicht


Frankfurt am Main/Düsseldorf (ots) - Übergewicht zähltzu den gefährlichsten Risikofaktoren fürHerz-Kreislauf-Erkrankungen. Anlässlich des Weltherztages amkommenden Sonntag (25.9.) rufen die Deutsche Herzstiftung und dieDeutsche Gesellschaft für Kardiologie zu mehr Bewegung und einergesunden Ernährung auf.

Immer mehr Menschen sind in Deutschland übergewichtig und damiteinem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausgesetzt.Gefährlich sind vor allem Fettansammlungen im Bauchbereich, die imVergleich zu Fettpolstern an den Oberschenkeln oder der Hüfte einebesonders hohe Gefahr darstellen. "Ab einem Bauchumfang von 102 cmist bei Männern mit einem deutlichen Anstieg des Herzinfarktrisikoszu rechnen, bei Frauen sogar bereits ab 88 cm", betont Professor Dr.med. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung undVorsitzender der Projektgruppe "Prävention" der DeutschenGesellschaft für Kardiologie. Sein Vorschlag für ein sinnvolles Zielim Rahmen eines Gewichtsreduktionsprogrammes: "Der Bauch muss weg!"

Vier- bis fünfmal Sport pro Woche

Um die epidemieartige Ausbreitung von Übergewicht zu stoppen,rufen die beiden Herzorganisationen dazu auf, Sport einen deutlichhöheren Stellenwert einzuräumen. "Aus medizinischer Sicht ist einehalbe Stunde Sport vier- bis fünfmal pro Woche ideal", unterstreichtProf. Gohlke. Besonders geeignet sind Ausdauersportarten wie Wandern,Schwimmen, Radfahren, Joggen oder Nordic Walking. Darüber hinaussollte im Alltag auf zusätzliche Bewegung nicht verzichtet werden."Statt mit dem Auto lassen sich viele Strecken auch zu Fußzurücklegen. Und nicht jede Rolltreppe und jeder Fahrstuhl mussgenutzt werden", mahnt Prof. Gohlke.

Nicht mehr als 60 Gramm Fett pro Tag

Neben der gesteigerten Bewegung muss außerdem mehr Wert auf einegesunde Ernährung gelegt werden. Zum Beispiel "sollten pro Tag nichtmehr als 60 Gramm Fett aufgenommen werden", erläutert Prof. Gohlke."Denn Fett hat mit 9 kcal pro Gramm etwa doppelt so viel Energie wieKohlenhydrate und Proteine, die jeweils nur auf 4 kcal pro Grammkommen." Sehr zu empfehlen ist die mediterrane Küche, die in vielensüdlichen Ländern weit verbreitet ist und mit einer niedrigen Rate anHerz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Neben reichlich Obst undGemüse liegt der Schwerpunkt dabei auf komplexen Kohlenhydraten, wiesie in Brot, Reis oder Nudeln enthalten sind. Zudem kommen stattFleisch vermehrt Fischgerichte auf den Tisch. Außerdem werden dieSpeisen mit Olivenöl zubereitet, das einen hohen Anteil ungesättigterFettsäuren enthält und daher für einen zusätzlichen Schutz derBlutgefäße sorgt.

Dauerhafte Gewichtsabnahme erfordert langfristige Ernährungsumstellung

"Wer wirklich Übergewicht reduzieren möchte, sollte sichgrundsätzlich darüber im Klaren sein, dass es keine Wunderdiätengibt, die das Körpergewicht innerhalb kurzer Zeit auf sinnvolleWeise normalisieren", betont Prof. Gohlke. Vielmehr ist zurdauerhaften Gewichtsabnahme eine langfristige Ernährungsumstellungnotwendig. Ein guter Tipp ist die Teilnahme anGewichtsreduktionsprogrammen, wie sie an vielen Kliniken etabliertsind. Neben gut ausgearbeiteten Ernährungs- und Bewegungsplänenwerden dabei auch oft psychologische Hilfen angeboten. Dies machtdurchaus Sinn, weil viele Menschen zu viel essen nur aus Frust oderLangeweile.

Über den Weltherztag:

Der Weltherztag ist eine Initiative der World Heart Federation(WHF), in der sich die Herzstiftungen und kardiologischenFachgesellschaften aller Nationen zusammengeschlossen haben. DieInteressen von Deutschland werden von der Deutschen Herzstiftung e.V.und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie e.V. vertreten.



Originaltext: Deutsche Gesellschaft für KardiologieDigitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=53865Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_53865.rss2

Pressekontakt:Deutsche Herzstiftung e.V.PressestellePierre König Tel. 069/95 51 28-140Fax: 069/95 51 28-313E-Mail: koenig@herzstiftung.de

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschunge.V. PresstelleProf. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg Tel. 0211 / 600 692 - 61 Fax: 0211 / 600 692 - 71E-Mail: limberg@dgk.org

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

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