2007-06-10

GEO-Tag der Artenvielfalt bilanziert rund 1.300 Tier- und Pflanzenarten in Deutschlands größten naturnahen Weideflächen rund um Crawinkel (Thüringen)


Hamburg/Crawinkel (ots) - Über 300 Begleitaktionen in ganz Deutschland / Projekt wurde von GEO und der Stiftung Naturschutz Thüringen durchgeführt

Über 100 Experten für Flora und Fauna erforschten gestern das Artenvorkommen auf einer in Deutschland einzigartigen Weidelandschaftrund um den Ort Crawinkel, am Fuße des Thüringer Waldes. Auf 16 Untersuchungsgebieten in dem mehr als 20 Quadratkilometer großen Gebiet entdeckten sie dabei rund 1.300 Arten.

Im Bereich der Höheren Pflanzen sind zum Beispiel die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) und das zu den Orchideen zählende Breitblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza majalis) besonders bemerkenswert; beide Arten werden in der Roten Liste für Thüringen als stark gefährdet geführt. Dass diese Pflanzen auf den Crawinkler Wiesen zu finden sind, liegt an der extensiven Beweidung: Nur ein Rind oder ein Pferd pro zwei Hektar leben das ganze Jahr über auf denFlächen der Agrar GmbH Crawinkel. Insgesamt wurden nach ersten Zählungen rund 800 Pflanzenspezies ermittelt.

Dass die so genannte "halboffene Weidelandschaft" zu einem Anstiegdes Artenvorkommens gefährdeter Arten beitragen kann, belegt auch derNeu-Nachweis an Vögeln: Dokumentiert wurden unter anderem die Grauammer (Miliaria calandra) sowie das Schwarz- und das Braunkehlchen (Saxicola torquata und Saxicola rubetra). Zu den vom Aussterben bedrohten Vogelarten in Thüringen zählen der Wachtelkönig (Crex crex) und der Kiebitz (Vanellus vanellus). Beide konnten am gestrigen Tag ebenfalls gesichtet werden. Als "Sensation" bezeichneten die Fachleute die Rückkehr des Wiedehopf (Upupa epops), ein in weiten Bereichen seines früheren Verbreitungsgebietes in Deutschland verschwundener Brutvogel.

Auch bei den Insekten gab es außergewöhnliche Funde. So bei den Schmetterlingen den Schwarzbraunen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus serratulae) - ebenfalls vom Aussterben bedroht -, den Östlichen Scheckenfalter (Melitaea britomartis) und den Baldrian-Scheckenfalter(Melitaea diamina); allesamt Arten, die auf Trocken- und Magerrasen in Hanglagen ihren Lebensraum finden.

Die Ergebnisse belegen insgesamt, dass die "halboffene Weidelandschaft" einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Lebensräume und Arten der Kulturlandschaft leisten kann.

Projekte in ganz Deutschland und darüber hinausInsgesamt wird es in diesem Jahr in Deutschland wieder über 300 GEO-Tage der Artenvielfalt geben, an denen mehr 20.000 Menschen beteiligt sein werden. Im Ausland beteiligen sich Gruppen in Österreich ebenso wie in der Schweiz, aber auch in Chile und Kanada.

Bilder vom GEO-Tag der Artenvielfalt in Thüringen finden Sie zum Download unter www.geo.de/artenvielfalt im Artikel "9. GEO-Tag der Artenvielfalt" unter "Presseinformationen".

Originaltext: Gruner+Jahr, GEODigitale Pressemappe: http://presseportal.de/story.htx?firmaid=7861Pressemappe via RSS : feed://presseportal.de/rss/pm_7861.rss2

Pressekontakt:Maike Pelikan GEO Marktkommunikation Tel: 040-3703-2157; Fax: 040-3703-5683; E-Mail: pelikan.maike@geo.de

Gruner+Jahr, GEO

Zurück zur Übersiche Medizin-Nachrichten

Preisvergleich Medikamente
Medikament oder PZN:   
In Zusammenarbeit mit Medizinfuchs

News

GEO-Tag der Artenvielfalt bilanziert rund 1.300 Tier- und Pflanzenarten in Deutschlands größten naturnahen Weideflächen rund um Crawinkel (Thüringen)

Medizin-News