2008-01-30

Gemeinsame Erklärung der Kassenärztlichen Vereinigungen Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen / Der Gesundheitsfonds muss kommen!


Berlin (ots) - "Der für 2009 vorgesehene Gesundheitsfonds ist bei konsequenter Umsetzung ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Sicherung der Finanzierung des Gesundheitswesens." Darin sind sich die Vorsitzenden der genannten Kassenärztlichen Vereinigungen einig. Kommt der Gesundheitsfonds nicht, ist die flächendeckende, wohnortnahe ambulante medizinische Versorgung in der bisherigen hohenQualität nicht mehr deutschlandweit zu gewährleisten.

Dieser Gesundheitsfonds bietet die realistische Chance, die chronische Unterfinanzierung im System zu beenden und eine Verteilungder Gelder unter Berücksichtigung der tatsächlichen Versorgungssituation vorzunehmen. Vor dem Hintergrund der zunehmend stringenten Definition des Leistungskataloges der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) müssen hierzu jedoch differenzierte Instrumentarien festgelegt werden, die eine gleichmäßige, dem Alter und dem Erkrankungsgrad der Bevölkerung einer Region angepasste, Verteilung des vorhandenen Geldes ermöglichen.

Die Vorsitzenden betonen, wie wichtig es ist, chronische Volkskrankheiten wie Diabetes ausreichend zu berücksichtigen, da gerade diese immer häufiger vorkommenden Erkrankungen einen hohen medizinischen Aufwand erfordern.

Die Vorsitzenden kritisieren scharf die in den vergangenen Tagen wieder neu entfachte Diskussion über die Sinnhaftigkeit des Gesundheitsfonds. Nur wenn dieser zum 1. Januar 2009 wirksam wird, ist auch der Solidargedanke der GKV weiterhin aufrechtzuerhalten.

Das Niveau der medizinischen Versorgung in allen Ländern der Bundesrepublik ist nur zu halten, wenn erstens für bestimmte Leistungsbereiche mehr Geld zur Verfügung gestellt und zweitens die Verteilung des vorhandenen Geldes neu geordnet wird. Beide Ziele können, wenn auch unter erheblichem Aufwand, mit dem Gesundheitsfondserreicht werden. Hierzu gibt es derzeit keine umsetzbare sinnvolle Alternative.

Die Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigungen

Dr. Angelika Prehn, BerlinDr. Hans-Joachim Helming, BrandenburgDr. Margita Bert, HessenDr. Wolfgang Eckert, Mecklenburg-VorpommernSR Dr. Günther Gerhardt, Rheinland-PfalzDr. Gunter Hauptmann, SaarlandDr. Klaus Heckemann, SachsenDr. Burkhard John, Sachsen-AnhaltDipl.-Med. Regina Feldmann, Thüringen

Originaltext: kbv Kassenärztliche BundesvereinigungDigitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/34021Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_34021.rss2

Pressekontakt:KV Berlin:Annette KurthTel.: (030) 3 10 03-3 83Fax: (030) 3 10 03-2 10E-Mail: annette.kurth@kvberlin.de

KV Brandenburg:Ralf HerreTel.: (0331) 2 68-1 96Fax: (030) 28 68-1 97E-Mail: rherre@kvbb.de

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KV Mecklenburg-VorpommernDan Oliver HöftmannTel.: 0385-7431 213Fax: 0385-7431 386E-Mail: presse@kvmv.de

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KV SaarlandKerstin KaiserTel.: (0681) 40 03-3 89Fax: (0681) 40 03-3 50E-Mail: k.kaiser@kvsaarland.de

KV SachsenDr. Ingo MohnTel.: (0351) 82 90-6 58Fax: (0351) 82 90-5 65E-Mail: sachsen@kvs-sachsen.de

KV Sachsen-AnhaltUrsula GüntherTel.: (0391) 6 27-65 05Fax: (0391) 6 27-85 09E-Mail: pro@kvsa.de

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kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

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