News vom 08.04.2019 - 02:15 Uhr

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Medizin: So entlarven Sie Fake News

Baierbrunn (ots) -

Gerüchte und falsche Nachrichten gab es schon immer. Seit einigen Jahren kennen wir dafür den Begriff "Fake News". Die meisten verbinden damit politische Meldungen, doch es gibt sie auch im Bereich der Medizin. Petra Terdenge weiß mehr darüber:

Sprecherin: Ob in Zeitschriften, im Fernsehen, im Internet, in sozialen Medien - überall können zweifelhafte Informationen über die Gesundheit kursieren. Sonja Gibis von der "Apotheken Umschau" erklärt, was typisch für eine Falschmeldung ist:

O-Ton Sonja Gibis 18 sec.

"Meist geben die Infos vor, neu und spektakulär zu sein. Auch Wunschvorstellungen oder Vorurteile werden häufig bedient. Vitamine sollen etwa Krebs heilen. Oder ein Pflanzenextrakt lässt auf wundersame Weise die Pfunde purzeln. Das hätte man natürlich gern. Bei Worten wie 'Sensation' oder 'Weltneuheit' sollte man grundsätzlich skeptisch werden."

Sprecherin: Teilweise sind die Meldungen so haarsträubend, dass man denkt: "Das kann doch keiner glauben". Trotzdem werden sie oft für bare Münze genommen:

O-Ton Sonja Gibis 19 sec.

"Weil Menschen nicht nur rational funktionieren. Wir alle haben Überzeugungen, die quasi mit uns verwachsen sind, ein bestimmtes Weltbild. Oft umgeben wir uns auch mit Menschen, die unsere Einstellungen teilen. Wenn Meldungen damit übereinstimmen, sind wir gern bereit, sie als wahr anzusehen. Auch wenn wissenschaftliche Fakten oder unser eigener Verstand im Grunde etwas anderes sagen."

Sprecherin: Da stellt sich die Frage: Woran erkenne ich, ob ich einer Meldung trauen kann oder nicht?

O-Ton Sonja Gibis 21 sec.

"Manchmal hilft es schlicht, den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Wenn man durch ein paar Pillen wirklich eine Bikinifigur bekommt, warum haben dann so viele Menschen Übergewicht? Auch ist es empfehlenswert, die Quelle einer Information zu prüfen oder nachzusehen, ob diese bei renommierten Portalen zu finden ist. Wenn etwa bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gar nichts darüber steht, sollte man vorsichtig sein."

Das beste Mittel, um Fake News zu entlarven ist es, kritisch zu bleiben, empfiehlt die "Apotheken Umschau". Und zwar kritisch gegenüber der Information, aber auch gegenüber eigenen Überzeugungen und Wünschen. Wer das schafft, hat gute Chancen, bei Gesundheits-Meldungen die Spreu vom Weizen zu trennen.

Pressekontakt: Katharina Neff-Neudert Tel. 089 / 744 33 360 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: presse@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de

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