News vom 19.05.2021 - 05:30 Uhr

News

Pflegereform: PIRATEN wollen Pflege zu Hause erhalten

Berlin (ots) - +++ Inoffizieller Entwurf zur Pflegereform veröffentlicht +++ Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige könnten eingeschränkt werden +++ PIRATEN-Fazit: An Lebensrealität Pflegebedürftiger vorbeigeplant +++

Text: Gesundheitsminister Jens Spahn macht Druck bei der Pflegereform [1]. Nun wurde ein inoffizieller Entwurf für das Pflegereformgesetz publik [2,3] - und zeigt, wie sehr die geplante Reform an der Lebensrealität vieler Pflegebedürftiger vorbei geht.

"Dieser Reformentwurf hätte negative Auswirkungen auf die Lebensqualität der Menschen mit Behinderungen und deren Familien. Die Selbstbestimmung der Familien wird komplett untergraben. Es gilt mal wieder Gewinnmaximierung im Gesundheitssystem, auf Kosten bedürftiger Menschen", fasst Sandra Leurs, Themenbeauftragte für Pflege und Gesundheit der Piratenpartei, zusammen. Als Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen für die Bundestagswahl setzt Leurs sich insbesondere für finanzierbare Pflege bei angemessener Entlohnung von Pflegekräften ein.

Leurs kritisiert vor allem die Reformpläne zur Finanzierung unterschiedlicher Pflegeangebote. Momentan haben Pflegebedürftige die Möglichkeit, bei Bedarf sowohl auf professionelle stationäre Kurzzeitpflege zurückzugreifen, als auch sogenannte Verhinderungspflege in Anspruch zu nehmen, bei der privat pflegende Angehörige temporär unterstützt werden. Zuzahlungen der Krankenkassen konnten bislang zwischen diesen Pflegeformen teilweise umgeschichtet werden.

Während der Reformentwurf nun eine Steigerung der Zuzahlung zur Kurzzeitpflege auf 3.300 EUR jährlich vorschlägt, sollen davon nur noch 40 % (1.320 EUR) für Verhinderungspflege aufgewendet werden können - und damit knappe 300 EUR weniger als bisher.

"Die Verhinderungspflege findet in den eigenen vier Wänden statt, ist damit für die Pflegebedürftigen angenehmer und einem stationären Aufenthalt oftmals vorzuziehen. Die Möglichkeit der Verhinderungspflege darf den Familien nicht genommen werden. Insbesondere für Eltern pflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher wäre eine verminderte Verfügbarkeit der Verhinderungspflege eine Katastrophe - sie hätten es deutlich schwerer, Familie, Beruf und Pflege zu vereinbaren", betont Leurs.

Nicht jeder Mensch mit Einschränkungen kann in Kurzzeitpflege betreut werden, und gerade für Kinder und Jugendliche sind schlicht nicht ausreichend Kurzzeitpflegeplätze verfügbar. Die Verhinderungspflege ist damit zurzeit die einzigen Möglichkeit, Unterstützung zu bekommen. Um die Flexibilität dieser zu erhalten, wurde unter anderem eine Petition initiiert [4] - und hat bereits das Quorum von 50.000 überschritten, welches die veröffentlichende Plattform "openPetition" als Relevanzkriterium ansieht.

Quellen:

[1] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/interviews/interviews/rp-080521.html

[2] http://ots.de/uAK0JI

[3] https://pflege-dschungel.de/pflegereform-2021/

[4] https://ots.de/keGlKP

Pressekontakt:

Ihr Ansprechpartner: Bundespressestelle Bundesgeschäftsstelle, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Piratenpartei Deutschland Pflugstraße 9A | 10115 Berlin

E-Mail: presse@piratenpartei.de Web: www.piratenpartei.de/presse Telefon: 030 / 60 98 97 510 Fax: 030 / 60 98 97 519

Für die Zulassung zur Bundestagswahl benötigen wir Unterstützung https://www.piratenpartei.de/unterstuetzungsunterschriften/

Alle Pressemitteilungen finden Sie online unter: www.piratenpartei.de/presse/mitteilungen

Original-Content von: Piratenpartei Deutschland, übermittelt durch news aktuell

Statistik: Dieser Artikel besteht aus 454 Wörtern und 3598 Zeichen. Veröffentlicht am 19.05.2021 - 05:30 Uhr in der Rubrik politik. Link zum Original-Artikel (ots/presseportal.de).
Stichwöter zu diesem Artikel: Partei,Gesetze,Gesundheitspolitik.


Weitere / vorherige Artikel:


 


 

Bewerten und Kommentieren


Noch nicht bewertet

Bewerten Sie den Artikel "Pflegereform: PIRATEN wollen Pflege zu "




 

Den Beitrag "Pflegereform: PIRATEN wollen Pflege zu " mit Facebook Kommentieren


Ähnlich

Weitere Artikel von Piratenpartei Deutschland

Newsticker

Aktuellste Nachrichten aus Medizin und Gesundheit.

   © 2003-2015 Med-Kolleg - med-kolleg.de / / na presseportal