News vom 19.05.2022 - 08:06 Uhr

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Arzneimittelausgaben in Bayern steigen überproportional

München (ots) -

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für Arzneimittel im ambulanten Bereich sind bundes- und bayernweit im Jahr 2021 erneut kräftig gestiegen: Brutto legten die Ausgaben auf Datenbasis der GKV-Arzneimittelschnellinformation im Bund um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 52,18 Milliarden Euro zu. In Bayern stiegen die Ausgaben überproportional um 8,7 Prozent auf 7,77 Milliarden Euro. Die Zahl der Verordnungen blieb jedoch weitgehend konstant. Im Langzeitvergleich 2021 zu 2010 stieg der Bruttoumsatz je Versicherten bundesweit um 48 Prozent, bayerweit waren es 56 Prozent.

Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern: "Besonders stark belasten hochpreisige patentgeschützte Arzneimittel die GKV, da diese im ersten Jahr der Markteinführung keine Preisobergrenze haben. Die Gesetzgebung muss zügig die Preisgestaltung anpassen und Regelungen schaffen, damit innovative Arzneimitteltherapien die GKV nicht überlasten. Auch die zunehmenden Volkskrankheiten fallen ob der Masse an verordneten Medikamenten zur Behandlung von Bluthochdruck und Co. ins Gewicht. Dabei wären Arzneimitteltherapien über Lebensstilveränderungen oft vermeidbar."

Der Arzneimittelmarkt ist aufgrund der Marktgegebenheiten und Regularien komplex. In den Fokus der Diskussion geraten dabei häufig hochpreisige Arzneimittel, die trotz vergleichsweise geringer Verordnungszahl die Arzneimittelkosten maßgeblich beeinflussen. Oft genannt werden in diesem Zusammenhang zum Beispiel Arzneimittel in der Immun- oder Krebstherapie.

Wesentlicher Anteilstreiber sind aber auch Arzneimittel, die bei sogenannten Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) bei sehr vielen Patienten eingesetzt werden. So finden sich in den Top Ten der therapeutischen Untergruppen mit den höchsten Bruttoumsätzen im Jahr 2021 in Bayern bereits drei dieser Arzneimittelgruppen: Antidiabetika, Mittel bei obstruktiven Atemwegserkrankungen und Mittel mit Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System.

Hier mögen die Preise der einzelnen Arzneimittel vergleichsweise niedrig erscheinen, ergeben aber in der Menge der Verordnungen eine relevante finanzielle Belastung unseres Gesundheitssystems. Dabei sind viele der chronischen Erkrankungen oft unmittelbar und nachgewiesenermaßen durch den Lebensstil beeinflussbar. Die Betriebskrankenkassen unterstützen über zahlreiche Angebote ihre Versicherten dabei, ihre Gesundheit zu stärken und sich von ungesunden Lebensmustern zu verabschieden, damit die Erkrankungen erst gar nicht entstehen.

Weitere Informationen:

BKK Dachverband - Positionspapier hochpreisige Arzneimittel (https://www.bkk-dachverband.de/fileadmin/Artikelsystem/Positionspapiere/2022/BKK_DV_Positionspapier_hochpreisige_Arzneimittel_final.pdf)

GKV-Arzneimittel-Schnellinformation (GAmSi) (https://www.gkv-gamsi.de/startseite/startseite.jsp)

BKK Gesundheitsportal (bkk-gesundheit.de) (https://www.bkk-gesundheit.de/)

Der BKK Landesverband Bayern vertritt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern. Aktuell zählt der BKK Landesverband Bayern 17 Betriebskrankenkassen als Mitglieder mit rund 3,4 Millionen Versicherten (Kassensitz). In Bayern selbst leben knapp 2,5 Millionen Menschen, die bei einer Betriebskrankenkasse (BKK) versichert sind. Damit verfügen die Betriebskrankenkassen im Freistaat über einen GKV-Marktanteil von rund 22 Prozent.

www.bkk-bayern.de

Ansprechpartnerin:

Manuela Osterloh Pressesprecherin Leiterin Kommunikation und Prävention

Tel.: +49 89 74579-421| Mobil: 0151 1516 2172 E-Mail: osterloh@bkk-lv-bayern.de | www.bkk-bayern.de E-Mail: presse@bkk-lv-bayern.de

Original-Content von: BKK Landesverband Bayern, übermittelt durch news aktuell

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Stichwöter zu diesem Artikel: Medizin,Arzneimittel,Gesundheitspolitik.


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